05:30 25 Februar 2020
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    Der Sieg über den Terrorismus im syrischen Krieg ist nah, da die Dschihadisten heftige Verluste erleiden, so der Sprecher des syrischen Parlaments Najdat Anzour. Dieser Sieg hat aber auch immense Opfer unter den Syrern gefordert, sagte er in einem Interview für Sputnik bezüglich der Zukunft Syriens.

    „Syrien hat eine grausame Lektion erteilt bekommen. Die künftigen Generationen sollen daran denken und niemals dieselben Fehler wiederholen“, betonte er.

    Zur Nachkriegsordnung in Syrien merkte Anzour an, man werde auf die neue Rechtsordnung setzen. Das reformierte innenpolitische System habe jedem nun das Recht und die Möglichkeit gewährt, an den politischen Entscheidungen des Landes mitzuwirken.

    „Wir haben in allen Landesteilen Vertretungen des Parlaments eröffnet.“ Dies sei notwendig, um den Kontakt zwischen der Staatsmacht und den Bürgern aufzubauen, so Anzour.

    „Unser Ziel ist es, allen Syrern bei ihren Problemen zu helfen, ihr Leben zu erleichtern sowie die Einigkeit der Gesellschaft wiederherzustellen“ fügte Anzour hinzu.

    Dies sei eine Aufgabe, die allen Parlamentariern volle Hingabe abfordern werde.

    Am 26. Februar 2012 wurde im Zuge eines Referendums in Syrien eine neue Verfassung angenommen. Diese sah unter anderem vor, die Sonderstellung der regierenden Partei Baas aufzuheben, die seit 1963 an der Macht ist, und so in Syrien ein Mehrparteiensystem einzuführen. 2012 und 2016 fanden anschließend auf dieser Basis die ersten parlamentarischen Wahlen statt.

    Nach mehr als sechs Jahren ist der Bürgerkrieg in Syrien auch nach Einschätzung des russischen Generalstabs fast vorbei. Der Durchbruch sei nach dem Abkommen über die so genannten Deeskalationszonen möglich geworden, das am 4. Mai von Russland, dem Iran und der Türkei unterzeichnet wurde, sagte Generaloberst Sergej Rudskoj am 09. Juni in Moskau.

    Nach der Einigung auf die Deeskalationszonen in Syrien im Mai habe sich die Lage „entscheidend verbessert“, sagte Rudskoj.

    Nun müssten letztendlich die radikalen Islamisten und vor allem der IS endgültig geschlagen werden, die von jeglichen Vereinbarungen ausgeschlossen sind.

    Russland, der Iran und die Türkei sind Garantiemächte der seit Dezember geltenden Waffenruhe in Syrien. Der Krieg, der Anfang 2011 ausgebrochen war, hat laut Uno-Angaben mehr als 280.000 Todesopfer gefordert.

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    Tags:
    Bürgerkrieg, Terrorismus, IS, Syrien