04:17 20 September 2020
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    Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat gegenüber der „Welt am Sonntag“ die jüngsten Aussagen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum deutschen Wahlkampf scharf kritisiert und vor dessen Wahlbeeinflussung in Österreich gewarnt.

    „Die ständige Einmischung Erdogans in innere Angelegenheiten anderer Staaten – so etwas findet ja nicht nur in Deutschland statt – lehne ich ganz klar ab“, sagte Kurz gegenüber dem Blatt.

    Der türkische Präsident versucht Kurz zufolge, „die türkeistämmigen Communities zu instrumentalisieren, insbesondere in Deutschland und Österreich“. Erdogan „polarisiert und trägt Konflikte aus der Türkei in die EU hinein“, so Österreichs Außenminister weiter.

    Sollten Erdogan oder seine Minister bei den anstehenden Nationalratswahlen in Österreich im Oktober etwas Ähnliches vorhaben, so wolle Kurz „schon jetzt festhalten, dass wir diese Einmischung keinesfalls akzeptieren würden“.

    Am Freitag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan CDU, SPD und die Grünen als „Feinde der Türkei“ bezeichnet und die türkischstämmigen Wähler in Deutschland aufgerufen, bei der Bundestagswahl nicht für diese Parteien zu stimmen.

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    Tags:
    Einmischung, Recep Tayyip Erdogan, Sebastian Kurz, Türkei, Österreich