17:03 14 November 2019
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    Türkische Streitkräfte an der Grenze zu Syrien. (Archivbild)

    Türkischer Premierminister: Türkei zahlt größten Preis für Instabilität im Nahost

    © AFP 2019 / ARIS MESSINIS
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    Laut dem türkischen Premierminister Binali Yıldırım zahlt die Türkei den größten Preis für die Instabilität, die verschiedene terroristische Gruppierungen im Nahen Osten verursachen. Das meldet das Nachrichtenportal „Daily Sabah“ am Sonntag.

    Während einer Pressekonferenz auf dem Flughafen in Ankara, bei der unter anderem die mögliche türkische Militärintervention in Syrien besprochen wurde, hat Yıldırım demnach erklärt, dass die Türkei konstant von terroristischen Gruppen bedroht wird, die in Syrien operieren.

    Daher werde die Türkei „ohne zu zögern“ auf diese Bedrohung reagieren, falls eine Gefahr für die Sicherheit der Staatsgrenzen oder das Leben und den Besitz von Menschen auf türkischem Boden entstünde.

    Ebenfalls merkte der Premierminister an, dass die Kooperation mit Russland und dem Iran in der syrischen Sicherheitsfrage gute Ergebnisse bringe.

    „Wir arbeiten zusammen, um einen andauernden Frieden in Syrien zu schaffen. Unser Ziel ist es, aus einer temporären eine dauerhafte Waffenruhe zu machen“, betonte Yıldırım.

    Er bezog sich dabei auf die bereits stattgefundenen sowie die bevorstehenden Gespräche zwischen Militärvertretern der Türkei, Russlands und Irans.

    Letzte Woche war der iranische Generalsstabschef Mohammad Hossein Bageri  in die türkische Hauptstadt gekommen. Er hatte die Lage in Syrien mit seinem türkischen Kollegen Hulusi Akar sowie dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan besprochen. Die Gesprächspartner sollen sich unter anderem auf den Austausch von Geheimdienstinformationen geeinigt haben.

    Zudem sollen in den nächsten Tagen der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Waleri Gerassimow, sowie der amerikanische Verteidigungsminister, James Mattis, nach Ankara kommen, um sowohl das Vorgehen gegen Terrorgruppen wie den IS oder die Nusra-Front zu besprechen als auch eine gemeinsame Position gegenüber kurdischen Kräften auszuarbeiten.

    Gerade die Bewertung der kurdischen Kämpfer sei in Moskau, Washington und Ankara unterschiedlich. Während Moskau und Washington bei ihrem Kampf gegen den Terror auf die Kurden setzen und diese mit Waffenlieferungen und Militärberatern unterstützen, sieht Ankara in der kurdischen Bewegung eine ernst zu nehmende Gefahr und bezeichnet diese als Terroristen.

    Ankara hat demnach mehrmals betont, dass es das Erstarken der Kurden sowie die mögliche Erschaffung eines kurdischen Staates mit allen Mitteln verhindern wird.

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    Tags:
    Syrien-Gespräche, Syrien-Konflikt, Binali Yildirim, Türkei, Iran, Syrien, Russland