10:34 24 November 2017
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    Syriens Präsident Baschar al-Assad

    Assad: Syrien und Russland sträuben sich gegen westliche Hegemonie im Nahen Osten

    © REUTERS/ SANA
    Politik
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    Der bewaffnete Konflikt in Syrien ist auf die ausdrückliche Stellung des Landes in Bezug auf die Verteidigung der eigenen Souveränität zurückzuführen. Diese Auffassung brachte der syrische Präsident Bashr al-Assad am Sonntag in seiner Eröffnungsrede bei der Konferenz der Mitarbeiter des syrischen Außenministeriums zum Ausdruck.

    Auszüge aus seiner Ansprache sind auf der Webseite des TV-Senders „Syria" veröffentlicht worden.

    Syrien sei im Lauf der Geschichte immer eine „Zielscheibe" gewesen, sagte Assad. Wer dieses Gebiet kontrolliere, werde auch den Entscheidungsprozess im Nahen Osten unter seiner Kontrolle halten und in der Weltarena ein gewichtiges und einflussreiches Sagen haben.

    Der Westen wolle seine Hegemonie im Nahen Osten etablieren, allerdings würden Syrien und Russland diesen Versuchen entgegenwirken, betonte er.

    Der gegen Syrien entfesselte Krieg sei auf die grundsätzliche Stellung des Landes zur Sicherung seiner Souveränität zurückzuführen. Zwar hätten die Syrer einen hohen Preis für die Vereitelung der Verschwörung des Westens und der Muslimbrüderschaft zahlen müssen, jedoch sei „der Preis des Widerstandes niedriger, als der der Kapitulation".

    Allerdings sei ein Sieg in diesem Kampf bei weitem nicht errungen, betonte Assad.

    „Die Schlacht ist noch im Gange und die zurzeit vorgebrachten humanitären Initiativen sollen das erreichen, was die Terroristen nicht erreichen konnten", äußerte er.

    Assad verwies unter anderem auf den Beitrag, den Russland und der Iran zu den „erfolgreichen Kampfhandlungen geleistet haben, die die syrische Armee gegen die Terroristen führt".

    „Wir sind auf die spürbare Unterstützung stolz, die wir von unseren Freunden und Brüdern in der Terrorbekämpfung bekommen", sagte er.

    Der Iran habe Syrien ganz von Anfang der Krise an wirtschaftliche und militärische Hilfe geleistet, betonte Assad. Russland, wie auch China, habe Syrien im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto-Recht verteidigt und später seine Streitkräfte geschickt — russische Soldaten seien auf syrischem Boden den Heldentod gestorben.

    „Die Heldentaten der Syrischen Arabischen Armee und der Kräfte, die sie unterstützen, werden einen Vorbildcharakter in der Kriegsgeschichte haben", äußerte die syrische Staatschef.

    Die direkte politische, wirtschaftliche und militärische Unterstützung der Freunde Syriens habe die „Möglichkeit des Vorrückens" der syrischen Streitkräfte auf dem Boden größer und deren Verluste geringer gemacht. „Diese Freunde sind unsere richtigen Partner", hob Assad hervor.

    Im Unterschied zu Russland und dem Iran sei die Türkei kein glaubwürdiger Partner für Syrien, so der syrische Präsident: Erdogan spiele die Rolle eines „politischen Bettlers", nachdem seine Unterstützung der Terroristen enthüllt worden sei. „Wir halten die türkische Seite weder für einen Partner noch für einen Garanten und wir vertrauen ihr nicht", sagte er. Jede türkische Präsenz in Syrien komme einer Okkupation gleich, so Assad.

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Baschar al-Assad, Westen, Türkei, Iran, Syrien, Russland
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