09:31 26 September 2017
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    Graffitis in Iran

    Iran verlangt von Washington 245 Millionen Dollar Entschädigung

    © REUTERS/ Raheb Homavandi/TIMA
    Politik
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    Der Iran fordert von den USA eine Entschädigung in Höhe von 245 Millionen Dollar für die Opfer der C-Waffen-Angriffe während des Irak-Iran-Kriegs. Bei diesem Krieg hat Washington den damaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein unterstützt. Das berichtet die Agentur Fars am Sonntag.

    Laut dem offiziellen Sprecher des zuständigen Gerichtes, Gholam Hossein Mohseni Eje'i, strengten 18 Menschen, die an den Giftgasattacken gelitten oder ihre Nächsten verloren hatten, eine Klage an. Das Gericht lehnte ihre Forderungen ab.

    Der Irak hatte demnach während des Ersten Golfkriegs 1980/1988 Chemiewaffen gegen den Iran eingesetzt. Unterlagen des US-Geheimdienstes CIA sollen zeigen, dass Washington davon gewusst habe. Die US-Regierung habe Hussein über die Bewegungen der iranischen Streitkräfte informiert, obwohl sie sich dessen bewusst gewesen sei, dass er aufgrund dieser Informationen Giftgasangriffe anordnen würde.

    So sei im März 1988 ein kurdisches Dorf, das unter der Kontrolle der iranischen Truppen stand, mit chemischen Substanzen attackiert worden. 5000 Menschen seien dabei ums Leben gekommen, über 10 000 weitere seien verletzt worden – darunter großteils Zivilisten. In den folgenden Jahren seien noch Tausende aufgrund der Giftstoffe an Krankheiten oder Geburtsfehlern gestorben.

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    Tags:
    Chemiewaffen, Giftgas, C-Waffen, Iran, USA, Irak
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