05:33 24 November 2020
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    Nordkorea hat die Schleusen eines Wasserdamms in der Nähe der Grenze zu Südkorea am Montag ohne Vorwarnung geöffnet und so den Wasserpegel eines Grenzflusses auf südkoreanischem Territorium gefährlich ansteigen lassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap mit Verweis auf einen nicht näher genannten südkoreanischen offiziellen Sprecher.

    Demzufolge öffnete der Norden die Schleusen des Hwanggang-Damms am westlichen Teil der Grenze zwischen Nord- und Südkorea und hat so deutlich größere Wassermassen in den Imjin Fluss fließen lassen. Der Wasserpegel des Flusses, der seinen weiteren Verlauf im südlichen Teil der Halbinsel nimmt, stieg in kurzer Zeit gefährlich an.

    Der Wasserstand habe bereits um 17:00 Uhr Ortszeit (10:00 Uhr deutscher Zeit — Anm.d.Red.) die Wassermarke von 5,97 Metern erreicht.

    Ein Notstand werde ab einem Wasserstand von 7,5 Metern ausgerufen. Nach Angaben der Agentur habe das südkoreanische Militär die steigenden Wassermassen selbst entdeckt und war zuvor von der nordkoreanischen Seite nicht gewarnt worden.

    Seoul habe versichert, man beobachte die Entwicklung des Wasserstandes genau und werde bei Notwendigkeit entsprechend reagieren.

    Das ungehinderte Öffnen der Schleusen auf nordkoreanischem Gebiet könne eine Gefahr für Leben und Besitz der Südkoreaner darstellen, die in Flussnähe wohnen. Bereits 2009 sei es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen als Nordkorea ohne jegliche Vorwarnung die Wasserschleusen geöffnet hatte – als Folge seien damals sechs Südkoreaner gestorben.

    Nach diesem Zwischenfall, der auch von Nordkorea bedauert worden sei, habe das nordkoreanische Regime versprochen, in Zukunft den Süden vor Öffnen der Schleusen zu warnen. Seit der letzten Benachrichtigung im Juli 2013 sei dies jedoch nicht mehr passiert.

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    Tags:
    Provokation, Konflikt, Koreanische Halbinsel, Südkorea, Nordkorea