03:31 15 November 2019
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    Recep Tayyip Erdogan und Angela Merkel

    EU-Kommissar fordert strategische Konsequenzen im Umgang mit der Türkei

    © AFP 2019 / JOHN MACDOUGALL
    Politik
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    Die EU muss endlich aufhören, die Handlungen der Türkei nur von außen zu betrachten und muss stattdessen neue Herangehensweisen in der Türkei-Politik finden. Das sagte der EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, Johannes Hahn, im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ am Montag.

    Hahn erklärte, es sei an der Zeit, dass die Mitgliedstaaten diskutieren, welche strategischen Konsequenzen aus dem türkischen Verhalten zu ziehen sind.

    „Achselzucken alleine ist auf Dauer keine politische Strategie", betonte der Politiker.

    Es sei nicht akzeptabel, wenn die Türkei versucht, sich in den deutschen Wahlkampf einzumischen, oder Anträge zur Auslieferung Oppositioneller stelle, so Hahn weiter.

    Vergangene Woche wurde auf Verlangen der Türkei der Kölner Schriftsteller Doğan Akhanlı in Spanien vorübergehend festgenommen. Ein Sprecher der Kommission erklärte daraufhin, die Türkei missbrauche so internationale Organisationen wie Interpol, „um zu versuchen, regierungskritische Schriftsteller festzunehmen".

     

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    Tags:
    Beziehungen, EU, Türkei, Deutschland