21:07 21 September 2020
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    In dieser Woche findet auf der Krim ein internationaler Wettkampf im Wasserspringen statt. Daran sollten eigentlich Sportler aus den USA, Großbritannien, Kolumbien, Mexiko und zahlreichen anderen Ländern teilnehmen. Wie das Portal „Public Super“ jedoch berichtet, versuchte Kiew auf ungalante Weise, sie daran zu hindern.

    Es heißt, es hätten sich nicht alle Teilnehmer des Turniers getraut, auf die russische Halbinsel zu reisen. Der Grund: Die Sportler hätten am Vorabend Briefe von der ukrainischen Botschafterin in Großbritannien, Natalia Galibarenko, erhalten, in welchen sie darauf verwiesen habe, dass die Krim ukrainisches Territorium sei und dass den Sportlern wegen Auftritten auf der Halbinsel Strafverfahren seitens Kiews drohen würden.

    Wie das Portal schreibt, wurde dieser Brief jedoch nicht an die Organisatoren des Freerate Cliff Diving World Cup geschickt, sondern an die Vertreter der ähnlichen Wettkämpfe Red Bull Cliff Diving. Galibarenko soll einfach die zwei Veranstalter verwechselt und ihren Droh-Brief an den falschen gerichtet haben. Das Durcheinander sei passiert, weil fast alle Teilnehmer des Turniers auf der Krim in der Vergangenheit ebenso bei Red Bull Cliff Diving aufgetreten seien. Es heißt, die Vertreter von Red Bull hätten den aus Versehen an sie geschickten Brief an den richtigen Empfänger weitergeleitet.

    Quellen im Organisationskomitee zufolge haben zum heutigen Zeitpunkt bereits drei Sportler aus Angst vor Sanktionen ihre Teilnahme am Wettkampf zurückgezogen: der Kolumbianer Orlando Duke, der Mexikaner Jonathan Paredes und ein amerikanischer Sportler, der seine Absage mit einer vor dem Abflug zugezogenen Verletzung begründet haben soll.

    Laut dem Portal haben die Organisatoren des Wettkampfes allerdings bereits einen Ersatz für die fehlenden Teilnehmer gefunden. So soll das Turnier plangemäß am Freitag auf dem Felsen Diva in der Stadt Simeis stattfinden.

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    Tags:
    Sportler, Turnier, Wettkämpfe, Freerate Cliff Diving World Cup, Red Bull Cliff Diving, Red Bull, Public Super, Jonathan Paredes, Orlando Duke, Natalia Galibarenko, Semeis, Krim, Kiew, Mexiko, Kolumbien, Großbritannien, USA, Ukraine