15:44 19 September 2020
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    Die französischen Geheimdienste arbeiten mit den syrischen und russischen Kollegen wieder zusammen. Laut dem Ex-Chef des Zentralen Dienstes für Terrorbekämpfung bei der Pariser Staatsanwaltschaft, Alain Marsaud, ist der Beschluss auf die Notwendigkeit zurückzuführen, ein komplettes Informationsbild davon zu bekommen, was in Nahost vor sich geht.

    Ihm zufolge hat Paris in den Jahren 2012-2013 Kontakte zu syrischen Geheimdiensten in „einer ziemlich harten Art und Weise“ abgebrochen.

    „Zurzeit sind die Geheimdienste Russlands und Syriens besonders gut darüber informiert, was in diesen Ländern passiert. Egal, ob wir es wollen oder nicht, ist es so“, betonte Marco am Dienstag gegenüber Sputnik France.

    Wie er ausführte, hatte Frankreich bisher den russischen Geheimdiensten misstraut. Nun ziele die Politik von Paris auf die Annäherung zu Syrien ab.

    „Wir können uns an denselben politischen Kurs wie Russland halten. Wenn die Positionen im außenpolitischen Bereich übereinstimmen, gibt es keine Gründe, sich nicht auch über die Geheimdienstinformationen zu verständigen.“       

    Paris könne nicht gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) kämpfen und zugleich die Al-Nusra-Front unterstützen. Diese Gruppierungen seien der „gemeinsame islamistische Feind“.

    „Frankreich kann Russland seinen Freimut beweisen“, unterstrich Marco.

    Er wird seinen eigenen Angaben zufolge in wenigen Tagen nach Russland kommen, um sich dort mit für den Anti-Terror-Kampf zuständigen Personen zu treffen.

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    Tags:
    Anti-Terror-Kampf, Terrormiliz Daesh, Dschabhat al-Nusra, Alain Marsaud, Frankreich, Russland