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    Österreich: Kurz wirft Erdogan „diktatorische Züge“ vor

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    Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat gegenüber der Zeitung „Die Welt“ dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan „diktatorische Züge“ vorgeworfen.

    Erdogan entwickelt Kurz zufolge das Land in eine „falsche und gefährliche Richtung“.

    „Sein Umgang mit Kritikern, Andersdenkenden und Minderheiten ist absolut inakzeptabel. Präsident Erdogan zeigt definitiv diktatorische Züge“, so der österreichische Außenminister.

    Mit Blick auf den von der Türkei angestrebten EU-Beitritt sagte Kurz: „Auch wenn Ankara bis zum Jahr 2023 einen EU-Beitritt anstrebt, wird das nicht stattfinden.“ Er verwies darauf, dass den Europäern bewusst sei, dass sich in sechs Jahren die Gründung der türkischen Republik zum hundertsten Mal jährt.

    „Aber man muss trotzdem klar festhalten: Das Land bewegt sich immer weiter von Europa weg, die wirtschaftlichen Auswirkungen wären unkalkulierbar, und außerdem würde ein Beitritt die Aufnahmefähigkeit der EU überfordern“, erläuterte Kurz gegenüber dem Blatt.

    Zudem unterstützte Kurz die Position der Bundesregierung, die eine Ausweitung der Zollunion mit Ankara „zurzeit“ ablehnt. Dazu sagte er: „So wie derzeit in der Türkei die Menschenrechte und demokratische Grundwerte systematisch verletzt werden, ist eine Vertiefung der Zollunion mit der Türkei völlig unrealistisch.“

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    Tags:
    EU-Beitritt, Vorwürfe, Recep Tayyip Erdogan, Sebastian Kurz, EU, Türkei, Österreich