17:21 22 September 2017
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    Stealth-Bomber der US-Luftwaffe B-2 (Archivbild)

    USA wappnen sich für lokale Atomkriege - nicht nur gegen Nordkorea

    © Foto: U.S. Air Force/ Airman 1st Class Joel Pfiester/Released
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    Vor dem Hintergrund des eskalierenden Atomstreits mit Nordkorea denken die USA daran, Kernwaffen mit geringer Sprengkraft in lokalen Konflikten einzusetzen, ohne dabei einen Weltuntergang auszulösen, schreibt Kolumnist Ilja Plechanow auf ria.ru.

    „Der stellvertretende US-Generalstabschef Paul Selva sagte vor kurzem am Washingtoner Mitchell Institut, dass die Zukunft der atomaren Abschreckung den Atomsprengladungen mit geringer Sprengkraft gehöre, und dass die USA solche Waffen in einem Krieg einsetzen könnten“, schreibt Plechanow.

    Nach seinen Angaben glauben immer mehr Politiker und Militärs, dass der Einsatz taktischer Atomwaffen mit geringem Wirkungsradius nicht unbedingt eine totale Vernichtung und atomare Apokalypse auslösen würde.

    „Bei den amerikanischen Militärexperten ist schon der Begriff ‚begrenzter Atomkrieg‘ geläufig, und zwar selbst dann, wenn sie von einer lokalen Konfrontation der USA mit Russland oder mit China reden.“

    Kritiker zweifeln am Abschreckungseffekt der taktischen Atomwaffen und warnen vor einer Senkung der atomaren Schwelle, wenn man Atombomben von je zehn bis 20 Kilotonnen nicht mehr als Massenvernichtungs-, sondern als Präzisionswaffe betrachten würde.

    „Unterdessen sind allein in Italien, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und der Türkei rund 150 amerikanische taktische  Atomsprengköpfe vom Typ B61 stationiert“, so der Kolumnist. „In den USA werden schon Stimmen laut, die dazu aufrufen, taktische Atomwaffen nun auch in Polen zu stationieren. Gegen wen? Das ist eher eine rhetorische Frage.“

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    Tags:
    Nordkorea, USA
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