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22:44 20 September 2019
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    Taliban-Terroristen in Afghanistan (Archivbild)

    Im Westen nichts Neues: USA werfen Russland erneut Waffenlieferung an Taliban vor

    © AFP 2019 / Noorullah Shirzada
    Politik
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    US-Außenminister Rex Tillerson hat laut Medienberichten Russland erneut beweislos vorgeworfen, Waffen an die Taliban zu liefern und damit gegen internationale Normen zu verstoßen.

    „Russland liefert tatsächlich Waffen an die Taliban, was offensichtlich ein Verstoß gegen die internationalen Normen des Uno-Sicherheitsrates ist. Wir sind selbstverständlich dagegen und rufen Russland auf, sich das vor Augen zu führen“, sagte Tillerson während eines Briefings, ohne jegliche Beweise für seine Worte anzuführen.

    „Wenn jemand Waffen liefern will, dann muss dies über die afghanische Regierung gemacht werden“, erwiderte der Chefdiplomat die Bitte eines Journalisten, die US-Stellung zu dieser Frage zu klären. Jener verwies zudem darauf, dass am Vorabend, als US-Präsident Donald Trump seine neue Afghanistan-Strategie verkündet hatte, diese Frage nicht erhoben wurde.

    Zuvor hatte das russische Außenministerium die Vorwürfe, Waffen an die Taliban-Bewegung geliefert zu haben, als grundlos zurückgewiesen. Es wurde betont, dass weder die afghanischen Behörden noch die Kommandos der US- und Nato-Streitkräfte jegliche Beweise vorgelegt hätten, die diese Lügen bestätigen würden. Moskau teilte ferner mit, es unterhalte Kontakte zur Taliban ausschließlich aus dem Grund, um die Sicherheit der russischen Bürger in Afghanistan zu gewährleisten und diese Gruppierung dazu zu bewegen, sich dem Prozess der nationalen Versöhnung anzuschließen.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Montag seine Afghanistan-Strategie verkündet. Er sagte dabei, dass ein „hastiger Abzug“ der US-Truppen ein „Vakuum“ beispielweise für die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) oder das Terrornetz Al Qaida schaffen würde. Trump hatte auch die Rolle Pakistans in der afghanischen Frage klar definiert: Islamabad sei direkt bedroht gewesen, dass es „viel verlieren“ könnte, wenn es weiterhin Terroristen auf seinem Territorium beherbergen werde. Zudem werde Washington ab sofort nicht mehr die Anzahl seiner Truppen, die an Anti-Terror-Operationen teilnehmen, sowie seine militärischen Pläne verkünden. Ferner hieß es, ein weiterer wichtiger Bestandteil der neuen Strategie gegenüber Afghanistan und Südasien müsse Indien werden – im Tausch gegen „Milliarden Dollar, die es beim Handel mit den USA macht“.

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    Tags:
    Sicherheit, Vorwürfe, Strategie, Waffenlieferungen, Al-Qaida, Terrormiliz Daesh, Außenministerium Russlands, Taliban, NATO, Uno-Sicherheitsrat, Donald Trump, Rex Tillerson, Südasien, Russland, Indien, Pakistan, Afghanistan, USA