07:51 23 September 2017
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    Crew eines ukrainischen Panzerwagens im Donbass (Archivbild)

    Ukrainisches Verteidigungsamt bestätigt Erhalt tödlicher Waffen „nur aus Litauen“

    CC BY-SA 2.0 / Ministry of Defense of Ukraine / Pressedienst
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    Obwohl die Ukraine laut ihrem Verteidigungsminister Stepan Poltorak damit rechnet, dass ihre Partnerländer es mit letalen Waffen versorgen werden, hat dies bisher nur Litauen getan.

    „Wir haben alle Länder der Welt darum gebeten, uns letale Waffen zur Verfügung zu stellen. Derweil hat nur Litauen uns Hilfe in Form letaler Waffen geleistet“, zitiert die Agentur UNIAN Poltorak bei einem Pressegespräch.

    Kiew erwarte nach wie vor Lieferungen von letalen Waffen und sei dazu bereit, diese zu erhalten. Dafür sei aber eine Entscheidung der Partnerländer erforderlich, wobei die Ukraine auf eine derartige Unterstützung hoffe, so der Minister.

    Bisher gab die litauische Seite keine Kommentare dazu ab.

    Zuvor hatte die Agentur Ukrinform unter Verweis auf die UN-Datenbank „Information über globalen Terrorismus“ mitgeteilt, dass Vilnius im Jahr 2016 Kiew mit 146 Einheiten letaler Waffen aus Sowjetproduktion beliefert habe.

    Es soll sich hierbei um 60 großkalibrige Maschinengewehre von Wladimirow (die als Bordwaffe von Kampf- und Schützenpanzern eingesetzt werden) sowie 86 schwere Maschinengewehre Degtjarjow-Schpagin handeln.

    Russland hatte mehrmals vor der Lieferung von Waffen an die Ukraine gewarnt und diese als Schritt zur weiteren Eskalierung der Krise im Donbass beurteilt.

    Diese Meinung teilt auch die Mehrheit der europäischen Politiker. So hatte der Ex-Außenminister und jetzige Präsident Deutschlands, Frank Walter Steinmeier, Waffenlieferungen an Kiew für eine riskante und kontraproduktive Lösung des Konflikts gehalten.

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    Tags:
    Lieferung, tödliche Waffen, Ukrinform, Stepan Poltorak, Frank-Walter Steinmeier, Deutschland, Litauen, Donbass, Russland, Ukraine
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