02:48 22 November 2017
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    Von wegen bärtige Barbaren: Russisches Militär zu Kampfmitteln syrischer Terroristen

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    Die syrischen Terroristen setzen laut dem russischen Generalstab modernste Waffen wie Drohnen, Mittel der elektronischen Kampfführung und Giftstoffe ein. Militärexperten zufolge ist die Vorstellung von Terroristen als bärtige Barbaren mit Waffen grundsätzlich falsch.

    „Im syrischen Konflikt haben die Terroristen begonnen, neueste Waffenarten, Aufklärungs- und Kampfführungsmittel sowie handgefertigte Giftsubstanzen einzusetzen“, sagte am Freitag der Chef der Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, Generaloberst Igor Korobow.

    „Es werden häufig Drohnen mit Aufklärungs- und Kampfausrüstung eingesetzt“, so der Generaloberst weiter.

    Als Beispiel führte er die syrische Stadt Rakka an, wo die Terroristen die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte mit kleinen Quadrocoptern angegriffen hatten, die mit selbstgebastelten Sprengsätzen bestückt gewesen sein sollen.

    Die Terroristen verwenden einfache, aber ziemlich effektive Kampfmethoden, betonte Korobow. „So nutzen sie die zivile Bevölkerung als ‚lebendigen Schild‘, und rauben somit den Regierungstruppen ihre Feuerkraft-Überlegenheit.“

    Zudem scheuten die modernen Terrororganisationen keinen offenen Kampf mit der Regierungsarmee. Dabei sei hervorzuheben, dass der Kampf hauptsächlich in besiedelten Ortschaften ausgetragen werde.

    Mitte August hatte das syrische Außenministerium behauptet, dass die Giftstoffe, die in Waffendepots der Kämpfer entdeckt wurden, in den USA und Großbritannien hergestellt worden seien.

    Dass die syrischen Kämpfer Chemiewaffen besitzen, habe er noch vor einem Jahr gesagt, betont Alexander Schilin, russischer Militärexperte und Oberst a. D. „Das bedeutet, dass der IS (Terrormiliz Islamischer Staat – Anm. d. Red.) faktisch vielseitig bewaffnet wird. Wer bewaffnet sie? Die Vereinigten Staaten“, so Schilin.

    Er sei selbst in den Gebieten in Syrien gewesen, die dem IS entrissen worden waren. Dort habe er auch Waffendepots der Terroristen besucht. „Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass dort amerikanische Waffen waren, darunter auch hochtechnologische wie Panzerabwehrkomplexe.“

    Daher brauche man sich auch nicht zu wundern, dass die Kämpfer regelmäßig Chemiewaffen einsetzten und dies dann dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in die Schuhe schoben.

    „Das sind keine bärtigen Barbaren, das sind Jungs aus britischen privaten Militärunternehmen, die in den IS-Einheiten sind, den IS leiten, alles planen und modernste Waffenarten einsetzen."

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    Tags:
    Giftstoffe, Terroristen, Islamischer Staat, Waffen, Großbritannien, Syrien, USA, Russland
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