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02:42 12 November 2019
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    Experte zu US-Leaks: USA suchen besiegbaren Kriegsgegner – und finden keinen

    © AFP 2019 / Robyn Beck
    Politik
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    Die Gegner von US-Präsident Trump haben keine „frischen“ Ideen, deswegen publizieren US-Medien laut dem Politologen Wladimir Kirejew immer weitere „Leaks“ über vermutliche Verbindungen zwischen Donald Trumps Umgebung und Russland. Diese Meinung äußerte Kirejew in einem Sputnik-Interview.

    CNN veröffentlichte vor kurzem Informationen, dass Rick Dearborn, Top-Berater des US-Staatschefs, im vorigen Jahr versucht haben soll, ein Treffen zwischen Vertretern des Wahlstabs von Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu organisieren.

    „Das ähnelt nicht mehr einem Krimi, sondern einer lateinamerikanischen Fernsehserie: Teil 178, alle Ideen sind bereits verschossen, es gibt kein Thema mehr zum Drehen. Und plötzlich wird festgestellt, dass Don Juan vor zehn Jahren zärtliche Blicke auf die schöne Donja geworfen hat. Das hatte keine Folgen, doch die Ehefrau des Protagonisten ist entrüstet“, sagt Kirejew. Dies trage recht und schlecht zur Entwicklung des Sujets bei. 

    Die US-Medien hätten demnach einen „Beweis“ publik gemacht, dass Trump vor einem Jahr Richtung Russland geblickt habe. Es stehe jedoch nicht fest, dass er dies tatsächlich getan habe. „Doch die liberale US-Öffentlichkeit, die den Kern des politischen Lebens der USA darstellt, ist ohnehin so erregt, dass ihr jeder Anlass recht ist“, so Kirejew weiter. 

    Damit sei das liberale Establishment in den USA von den eigenen Propaganda-Klischees über Russland befangen. Dies sei vor allem für die Amerikaner selbst gefährlich. 

    „Glaubwürdig sieht das Szenario aus, laut dem die Amerikaner nach einem Weg zur Entfesselung eines Großkrieges suchen, sie können aber keinen ebenbürtigen Gegner finden, den sie besiegen könnten“, so der Experte. 

    Den islamischen Extremismus nehme das liberale Establishment bereits als einen Freund oder einen „Uransässigen“ wahr, den es „so akzeptiert, wie er ist“. China und Nordkorea „zu beißen“ sei nicht gelungen.

    „Die Amerikaner haben ihr Potenzial in vielem ausgeschöpft. Trotz zahlreichen Versuchen zur Entfesselung von inneren und äußeren Konflikten können sie nur mit Peripherieländern klarkommen“. Deswegen komme es zu einem internen Konflikt: „Trump hat vorgeschlagen, die Beziehungen mit Russland zu normalisieren, was beim Establishment für einen Schock sorgte. Womit das enden wird, ist eine große Frage“, so Kirejew. 

    Dearborn soll im Juni eine kurze E-Mail an Vertreter des Wahlstabs von Donald Trump geschickt haben. Für diesen Brief interessierten sich derzeit jene Kongressmitglieder, die die sogenannte „Russland-Ermittlung“ durchführen. Laut CNN verwies Dearborn in seiner E-Mail auf eine Person, die „ein Treffen zwischen hochrangigen Trump-Vertretern mit Putin arrangieren wollte“. Eine der CNN-Quellen teilte mit, dass sich Dearborn skeptisch über das Treffen geäußert habe. Das Weiße Haus weigerte sich, die Situation zu kommentieren. „Wir haben nicht vor, potentiell geleakte Dokumente zu kommentieren“, so die Pressesprecherin Sarah Sanders.

     

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    Politik, Liberale, Krieg, Fakes, Verbindungen, CNN, Rick Dearborn, Wladimir Putin, Donald Trump, Russland, USA