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21:34 20 August 2019
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    Damaskus, Syrien

    Auf Russlands Initiative: Damaskus und syrische Opposition verhandeln zum ersten Mal

    © Sputnik / Mikhail Voskresensky
    Politik
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    Vertreter der syrischen Behörden einerseits und der militanten Opposition in der Provinz Daraa andererseits haben erstmals seit Kriegsbeginn an Verhandlungen teilgenommen, die das russische Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien in Form einer Telekonferenz organisierte, teilte RIA Novosti mit.

    Die Verhandlungen wurden in der syrischen Hauptstadt Damaskus, in der Stadt Daraa und auf dem durch die Opposition kontrollierten Territorium übertragen. An der Konferenz nahmen die Gouverneure der Provinzen Daraa, Quneitra und Suweida teil, deren Territorien zur südlichen Schutzzone gehören.

    „An der Konferenz nahmen einflussreiche Menschen teil, die Einfluss auf die Kämpfer haben. Wir wollen alle, dass in Syrien Frieden herrscht, dass alle Menschen so lange wie möglich leben, dank Syriens Verbündetem – Russland“, sagte der Gouverneur von Daraa, Muhammad Khalid al-Hanus, der an der Telekonferenz teilnahm.

    Russische Militärs, die früher in der Deeskalationszone Kontroll- und Beobachtungspunkte eingerichtet und damit die Einhaltung der Waffenruhe gewährleistet hatten, initiierten die Telekonferenz.

    „Wir würdigen die Ausdauer von beiden Seiten. Diese Ausdauer hat erlaubt, alle Fragen sachlich zu besprechen und sofort eine einheitliche Lösung zu finden, sowohl mit Hilfe der lokalen Administration als auch der Ressourcen, die die Verwaltung Syriens bereitstellt, als auch der Hilfe, die Russland und einige internationale Organisationen geben“, sagte der Vertreter des Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien Wiktor Schuljak.

    Nach der Verkündung des Waffenstillstandes in Daraa, den die russische Militärpolizei garantiert hatte, nahmen Einwohner die Tierzucht auf und stellten Häuser wieder her. Geschäfte und verschieden Betriebe funktionieren dort wieder.

    „Wir können von einer stabilen Situation in der Schutzzone sprechen, von einem loyalen Verhalten der Bevölkerung zu allen Problemen“, so Schuljak.

    Experten aus Russland, den USA und Jordanien hatten sich bei ihrem Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman auf ein Memorandum über die Einrichtung einer Deeskalationszone im Südwesten Syriens – im Raum der syrischen Ortschaften Deraa, Kuneitra und Suwaida  — verständigt. Die Waffenruhe war dort am 9. Juli um 12 Uhr mittags (Ortszeit) in Kraft getreten.

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit März 2011 an. Nach UN-Angaben sind dabei bis dato mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen.

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    Aussöhnungszentren, Syrien