11:45 14 November 2019
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    Rechtsextremisten, Deutschland (Archivbild)

    Terrorverdacht in Norddeutschland: Planten Rechtsextremisten Mordanschläge?

    © AFP 2019 / Boris Roessler
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    Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen zwei mutmaßliche Rechtsterroristen, die Mordanschläge gegen Personen aus dem linken politischen Spektrum geplant haben sollen. In Rostock, Schwerin und Umgebung sind Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden.

    Nach Angaben des Innenministeriums in Mecklenburg-Vorpommern handelt es sich bei einem der Beschuldigten um einen Beamten der Polizeiinspektion Ludwigslust. Die Verdächtigen hätten vorgehabt, bei einer von ihnen durch die Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik erwarteten Krise, Menschen aus dem linken Spektrum gefangen zu nehmen und zu töten, erklärte die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe.

    Die beiden Verdächtigen sollen sich für diesen Fall bereits mit Lebensmitteln sowie mit Munition für ihre legal beschafften Waffen eingedeckt haben.

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    Gegen den unter Verdacht stehenden Polizisten seien am Montag auch disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. Zudem habe es im Zuge der Ermittlungen Durchsuchungen bei einem weiteren Polizeibeamten des Landes gegeben, der jedoch nicht als tatverdächtig gelte.

    Die Ministeriumssprecherin in Schwerin betonte, es handele sich um einen Anfangsverdacht. Ein dringender Tatverdacht bestehe nicht. Festnahmen gab es bislang keine.

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    Tags:
    Razzia, Rechtsradikale, Rechte, Deutschland