14:49 18 Februar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    21027
    Abonnieren

    Helfer von US-Präsident Donald Trump nennen seine Tochter und Beraterin Ivanka Trump sarkastisch „Princess Royal“ (Königliche Prinzessin“). Das berichtet die Zeitschrift „Vanity Fair“. Über diesen Status sind viele, auch Vertreter des Trump-Teams, empört.

    Unter anderem sei man im Weißen Haus mit der Situation bei dem G20-Gipfel in Hamburg unzufrieden — damals hatte sich Ivanka Trump bei einem Treffen auf den Platz ihres Vaters an den Verhandlungstisch neben den Staats- und Regierungschefs gesetzt. Gleichzeitig soll der US-Präsident bilaterale Verhandlungen geführt haben. Viele Experten und Politiker hätten diesen groben Verstoß gegen das Protokoll heftig kritisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe wiederum als Gipfelvorsitzende nichts dagegen gehabt, denn die Delegationen entschieden selbst, wer bei Abwesenheit des Staats- oder Regierungschefs diesen vertrete. Ivanka Trump gehörte zur US-Delegation.

    Trotzdem sind einige Trump-Berater nicht damit einverstanden: „Das ist keine königliche Familie und sie ist keine königliche Prinzessin.“

    Im Artikel wird betont, dass gerade nach dem G20-Gipfel in Hamburg die Berater Ivanka als „princess royal“ bezeichnet, ihr dies aber nicht ins Gesicht gesagt hätten.

    Kritikern zufolge zeigten sich Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner in der US-Administration als uneffektive Mitglieder des Präsidenten-Teams.

    Den Titel einer Princess Royal verleiht der britische Monarch traditionsgemäß seiner ältesten Tochter. Dieser wird auf Lebenszeit getragen und kann in dieser Zeit niemand anderem verliehen werden, sodass es stets nur eine einzige Princess Royal gibt. Die derzeitige Princess Royal ist Prinzessin Anne.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Präsidententochter während eines Treffens zwischen Merkel und Trump im März in Washington bei einem Gespräch mit Wirtschaftsvertretern neben der deutschen Bundeskanzlerin gesessen hatte.

    Die 35-Jährige gilt als Beraterin ihres Vaters. Sie hat kein offizielles Regierungsamt inne. Laut Medien gab es in den USA bereits Kritik an der großen Macht von Ivanka Trump. Zudem hatten Medien berichtet, dass die Tochter des US-Präsidenten die Entscheidung des Staatschefs, einen Raketenangriff gegen den syrischen Luftstützpunkt Schairat zu führen, beeinflusst haben soll. Später dementierte sie diese Vorwürfe.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    US-Kongress an FBI: Ivanka Trumps Zugang zu Geheimdaten einschränken
    Trumps Tochter Ivanka: Vaters Instinkte sind „phänomenal“
    Haftars Armee meldet Zerstörung von türkischem Schiff mit Waffen und Munition in Hafen von Tripolis
    Fachmann ist baff: TV-Sender zeigt Irans stärkste Rakete aus nächster Nähe
    Tags:
    Einfluss, Weißes Haus, Angela Merkel, Ivanka Trump, Donald Trump, USA