20:27 18 November 2019
SNA Radio
    Militärübungen von Russland und Weißrussland (Archivbild)

    Worauf zielt Nato-Hysterie um russisch-weißrussisches Großmanöver? – Experte

    © Sputnik / Andrej Alexandrow
    Politik
    Zum Kurzlink
    2553
    Abonnieren

    Die Nato-Hysterie um das russisch-weißrussische Manöver „Zapad 2017“ („Westen 2017“) ist darauf ausgerichtet, dass die Mitglieder der Allianz zusätzliche Geldmittel für die Verteidigung ausgeben. Das hat der polnische Publizist Konrad Rękas in einem Interview mit Sputnik gesagt.

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte vor kurzem Polen und unter anderem den Stützpunkt Orzysz im Nordosten des Landes besucht. Laut dem Chef des polnischen Amtes für Nationale Sicherheit, Paweł Soloch, diente diese Reise als ein „klares, politisches Signal“ an Moskau. Vor allem handele es sich um die bevorstehenden russisch-weißrussischen Übungen „Zapad 2017“ („Westen 2017“), die von 14. bis 20. September in Weißrussland stattfinden sollen.

    Der polnische Publizist Konrad Rękas kommentierte gegenüber Sputnik den jüngsten Polen-Besuch von Stoltenberg und die Nato-Hysterie um die Militärübungen Russlands und Weißrusslands.

    Die Einstellung Polens, vor allem im Ministerium für nationale Sicherheit des Landes, sowie Litauens, das die Hysterie um die Militärübungen „Zapad 2017“ in Weißrussland publik macht, ist dem Experten zufolge verständlich. Stoltenberg, der zuvor den Anweisungen von Hillary Clinton gefolgt sei, die die internationale Finanzwelt vertreten habe und an einer Zuspitzung der militärischen Drohungen und sogar an einem Krieg interessiert gewesen sei, habe sich schnell an die neue US-Administration gewöhnt. US-Präsident Donald Trump benötige keinen realen Krieg, zumindest in Europa. Trump habe Interesse, die Nato-Länder unter Druck zu setzen, damit sie mehr für die Verteidigung zahlen. In diesem Zusammenhang besuche Stoltenberg, so der Experte, Polen, um die Polen für deren Ausgaben im Wert von zwei Prozent vom BIP und für den Kauf der unnötigen Technik zu loben.

    Der Westen führt Rękas zufolge ein zynisches Spiel, dessen Ziel es ist, die unnötige US-Militärtechnik zu verkaufen. Es gebe immer Personen in Warschau, Vilnius und Bukarest, die gerne diese Technik kaufen und Haushaltsgeld (obwohl die Haushalte tatsächlich leer sind) ausgeben und damit die Wirtschaftsreformen bremsen würden. Einerseits gehe es um Verrückte, andererseits um zynische Spieler. 

    In Bezug auf die Übungen „Zapad 2017“ in Weißrussland verwies der Experte darauf, dass sie gemäß allen OSZE-Normen und auch unter Teilnahme der Beobachter stattfinden würden. „Man sollte die Vertreter Polens und der Nato, die plötzlich begonnen haben, von Sorgen über eine große Präsenz der Militärs an den Nato-Grenzen zu sprechen, fragen: Hat vielleicht jemand die Grenzen der Nato verschoben?“  In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass man trotz internationaler Vereinbarungen, die von der Allianz in den 90er Jahren geschlossen worden sind, die Nato-Grenzen außerhalb aller Sicherheitsgrenzen erweitert habe. „Das ist ein aggressiver Verbund, der auf einer Militärdoktrin beruht“, der sich mit Bombardements der Länder beschäftige, über deren Schuld nur Gott Bescheid wisse. Die einzige Quelle der Bedrohung ist laut Rękas die Nato selbst.

    Die russisch-weißrussischen Übungen „Zapad 2017“ („Westen 2017“) finden von 14. bis 20. September in Weißrussland statt. Daran sollen bis zu 12700 Soldaten – 7200 weißrussische und 5500 russische – teilnehmen. 

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Polens Bedenken über russisches Manöver „Zapad 2017“ sind „fantastisch“ – Moskau
    Tags:
    Hysterie, Militärübungen, Geld, Militärtechnik, NATO, Jens Stoltenberg, Polen, Weißrussland, Russland