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    US-Armee in Afghanistan (Archivbild)

    USA erklären Russland Details neuer Afghanistan-Strategie

    CC BY 2.0 / The U.S. Army / Mountain path
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    Die USA haben gegenüber Russland eine Erklärung im Zusammenhang mit der neuen Afghanistan-Strategie gegeben, wie Russlands Außenministerium mitteilte.

    Am Dienstag hat ein Treffen des stellvertretenden russischen Außenministers Igor Morgulow und des amerikanischen Botschafters John Tefft stattgefunden, heißt es in der Mitteilung auf der Webseite des russischen Außenministeriums.

    "Von der amerikanischen Seite wurden Erklärungen im Zusammenhang mit der von Präsident Donald Trump verkündeten neuen Strategie für Afghanistan und Südasien gegeben. Die russische Seite hatte eine Reihe von Fragen, die einer Klärung sowohl hinsichtlich der Parameter als auch der Modalitäten der US-Militärpräsenz in der Islamischen Republik Afghanistan bedürfen", heißt es in der Mitteilung.

    Die russischen Diplomaten stellten ferner fest, dass die neue US-Strategie auf eine militärische Lösung der afghanischen Frage gerichtet sei und äußerten sich besorgt über „die mangelnde Transparenz bei den Aktionen der US-Militärs“.

    „Moskau unterstützt die Linie von Washington, selektiven Druck auf bestimmte Länder in der Region auszuüben, nicht, es unterstützt eine gleichberechtigte Zusammenarbeit und Koordinierung der Ansätze zur Lösung der Situation in Afghanistan unter Berücksichtigung der Interessen aller regionalen Staaten ohne Ausnahme“, so das Ministerium.

    Die „offensichtlichen Mängel“ der Strategie seien das Fehlen einer Lösung der afghanischen Drogenbedrohung und  einer integrierten Haltung zur Bekämpfung der Ausbreitung des Einflusses der IS-Kämpfer.

    Die Diplomaten der beiden Länder haben auch die Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA  in der afghanischen Frage in verschiedenen Formaten besprochen.

    Donald Trump hatte am 21. August seine Afghanistan-Strategie verkündet. Er sagte dabei, dass ein „schneller Abzug“ der US-Truppen ein „Vakuum“ beispielweise für die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) oder das Terrornetz Al Qaida schaffen würde. Trump hatte auch die Rolle Pakistans in der afghanischen Frage klar definiert: Islamabad sei direkt gedroht worden, „viel verlieren“ zu können, wenn es weiterhin Terroristen auf seinem Territorium beherbergen werde. Zudem werde Washington ab sofort nicht mehr die Anzahl seiner Truppen, die an Anti-Terror-Operationen teilnehmen, sowie seine militärischen Pläne verkünden.

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Transparenz, Erklärung, Strategie, Außenministerium, John Tefft, Igor Morgulow, Afghanistan, Moskau, USA, Russland