11:58 06 April 2020
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    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit deutlichen Worten seine Grenzen aufgezeigt. Ein Kiewer Abgeordneter nahm dies als persönliche Beleidigung wahr - und griff Juncker verbal an.

    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker
    © AP Photo / Geert Vanden Wijngaert
    Bei der jährlichen Konferenz der EU-Botschafter in Brüssel kommentierte Juncker die Worte „seines Freundes Poroschenko“, dass die Ukraine zur EU und zur Nato gehöre. „Gegenwärtig ist es (die Ukraine – Anm. d. Red.) weder das eine noch das andere. Sie müssen das wissen“, sagte Juncker.

    Aus der Sicht Jewgeni Murajews, Abgeordneter des ukrainischen Parlaments (Werchowna Rada), hat der EU-Kommissionschef damit die Ukrainer „verhöhnt“.

    „Im Kreis seiner ‘weißen Menschen’ erlaubte sich der Präsident der EU-Kommission einen ausgesprochen höhnischen Ton“, wetterte Murajew auf Facebook.

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    Juncker habe wohl gewusst, dass seine Worte über Massenmedien der ukrainischen Regierung bekannt würden, so der Abgeordnete. „Der europäische Herr geniert sich, seinen (ukrainischen) Freunden das alles persönlich zu sagen.“

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    Tags:
    Petro Poroschenko, Jean-Claude Juncker, Ukraine, EU