18:04 18 Januar 2020
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    Bundestagswahl 2017 (67)
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    Sergej Lawrow hat die Sorgen des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) bezüglich einer russischen Einflussnahme auf die Bundestagswahl als unbegründet ausgeräumt. Mit solchen haltlosen Vorwürfen will das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) möglicherweise die eigene Effizienz unter Beweis stellen, mutmaßte der russische Außenminister.

    BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen hatte der „Welt am Sonntag“ in einem Interview gesagt: „Wir gehen davon aus, dass Russland in der Lage ist, Desinformationskampagnen im Zusammenhang mit der Bundestagswahl zu starten.“

    Am Mittwoch wurde Lawrow auf einer Pressekonferenz in Doha um eine Stellungnahme gebeten.

    „Ich weiß nicht, warum der deutsche Inlandsgeheimdienst über eine russische Einmischung in den deutschen Wahlkampf spricht“, sagte Lawrow. „Kann sein, dass sie (BfV – Anm. d. Red.) auf diese Weise ihre eigene Effektivität beweisen wollen. Doch sie haben es nicht vermocht, einen einzigen Fakt vorzulegen.“

    Der russische Außenminister hielt dem BfV entgegen, zu der US-Abhöraffäre  gegen Merkel geschwiegen zu haben. „Was die Fakten anbelangt, so wurde vor einiger Zeit bekannt, dass die deutsche Kanzlerin durch amerikanische Geheimdienste abgehorcht wurde. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich die deutsche Spionageabwehr zu diesem Fakt geäußert hat.“

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    Hans-Georg Maaßen, Sergej Lawrow, Deutschland, Russland