17:52 18 November 2019
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    Situation im Gebiet Donbass (Archivfoto)

    Trotz „Schul-Waffenruhe“ im Donbass: Russisches Kamerateam unter Beschuss

    © Sputnik / Andrey Stenin
    Politik
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    Trotz der vereinbarten sogenannten „Schul-Waffenruhe“ ist ein Drehteam des russischen Nachrichtensenders „Rossija 24“ nach eigenen Angaben am Mittwoch bei Donezk unter Beschuss der ukrainischen Sicherheitskräfte geraten.

    „Ein Drehteam ist in den Raum von Jassinowataja eingetroffen, um aufzunehmen, wie die Waffenruhe eingehalten wird. Gleich nach seiner Ankunft hat ein Beschuss begonnen – zuerst mit Schützen- und dann mit schweren Waffen. Es hat drei bis vier Explosionen gegeben“, sagte der Reporter des Senders Andrej Rudenko unter Verweis auf seinen Kollegen Alexander Sladkow, der diesem Drehteam angehört hatte.

    Das Feuer soll seitens der ukrainischen Stellungen eröffnet worden sein. 

    Laut Rudenko kam bei dem Beschuss niemand zu Schaden. Nach der Feuereinstellung musste die Drehgruppe jedoch den Vorfallort verlassen. Indes soll ein Sprecher des operativen Kommandos der selbsterklärten Volksrepublik Donezk die Meldung über das Geschehen bestätigt haben.    

    Zuvor hatte die Minsker Kontaktgruppe zur Regelung des Donbass-Konflikts in der Region ab dem 25. August die sogenannte „Schul-Waffenruhe“ vereinbart.

    Situation in Donbass
    © REUTERS / Marko Djurica
    Im Osten der Ukraine schwelt seit fast drei Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe, dennoch kommt es immer wieder zu Zusammenstößen.

     

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    Tags:
    Beschuss, Journalisten, Verletzung, Waffenruhe, Rossija 24, Alexander Sladkow, Andrej Rudenko, Donbass, Ukraine, Russland