22:43 14 Dezember 2019
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    Von Drogen geplagt: Das Syrien von heute

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    In Syrien, das früher faktisch als drogenfrei gegolten hatte, ist die Situation mit dem Rauschgifthandel und -konsum zunehmend besorgniserregend. Wie Sputnik Arabic von einem namentlich nicht genannten Mitarbeiter des syrischen Innenministeriums erfuhr, sind im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 2.071 Personen wegen Drogendelikten verhaftet worden.

    Nach seinen Angaben wurden im vergangenen Jahr 1.000 Drogendealer und rund 2.000 Drogensüchtige, vorwiegend Einwohner von Damaskus und Aleppo, ermittelt.

    Das Narkotikum Fenetyllin aus der Amphetaminreihe werde in Syrien am meisten konsumiert, so der Mitarbeiter des Innenministeriums. Diese unter dem Handelsnamen Captagon bekannte Substanz sei bei Terrorkämpfern besonders beliebt. Captagon-Tabletten würden täglich an Orten entdeckt, die kurz davor von Terroristen befreit worden seien. Ein Werk für die Herstellung von Captagon befinde sich in der Stadt Jabrud, 80 Kilometer von Damaskus entfernt.

    Diese Droge dämpfe die Angst, sorge für Furchtlosigkeit und Ausdauer und sei leicht herzustellen, so die Quelle.

    Nach Angaben des syrischen Innenministeriums waren im Jahr 2016 insgesamt 2.433 Drogenlieferungen beschlagnahmt und 3.160 Personen wegen Drogenhandels bzw. Drogenkonsums festgenommen worden. In den Jahren 2013 und 2014 sollen in Syrien 40 Dealerbanden ausgehoben worden sein.  
     

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