23:59 04 Juli 2020
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    Der neue Botschafter Russlands in den USA, Anatoli Antonow, hat die Entscheidung der EU und Kanadas kommentiert, ihn auf ihre Sanktionslisten zu setzen.

    „Mir macht dieser Umstand nichts aus“, sagte der Diplomat in einem Interview mit der Zeitung „Kommersant“. „Ich gehe davon aus, dass ich in meiner neuen Position nicht die Notwendigkeit haben werde, nach Ottawa oder beispielsweise nach Brüssel auf Dienstreisen zu gehen.“

    Antonow verwies darauf, dass er zu seiner Amtszeit als Vize-Verteidigungsminister Russlands Schritte hinsichtlich ukrainischer Ereignisse erläutern musste, unter anderem hinsichtlich der Tragödie mit dem Abschuss der malaysischen Boeing.

    „Offenbar haben meine Auftritte den Nerv, die empfindlichen Stellen in den Positionen der EU und Kanadas getroffen, da sie so unangemessen und schmerzlich auf meine Interviews reagiert und Sanktionen gegen mich verhängt haben“, so Antonow weiter.

    Den Schritt Brüssels und Ottawas bezeichnete er als kurzsichtig. „Denkt man in Brüssel und Ottawa etwa, dass ich jetzt den Schwanz einziehen werde und die außenpolitische Linie Russlands nicht mehr verteidige? Das ist zumindest ein kurzsichtiger Schritt, der erneut bestätigt, wie schlecht man im Westen russische Diplomaten kennt.“

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    Tags:
    Sanktionen, Anatoli Antonow, Kanada, EU, USA, Russland