09:57 07 Dezember 2019
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    Macron gesteht: Umgang mit Erdogan erschwert Arbeit für Frankreichs Präsidenten

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    Im Interview mit dem französischen Magazin „Le Point“ hat der französische Staatschef Emmanuel Macron gestanden, dass die Arbeit des Präsidenten ihre Mängel hat. Dazu zählt er, mit dem türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdogan, regelmäßig zu reden. Das zitiert die US-Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

    Reuters zitiert die „Le Point“-Frage an Macron mit der Frage, ob er sich als „cool fellow“, als „coolen Typ“,  auf der internationalen politischen Arena zeigen wolle. Macron erwiderte laut dem Bericht: „Wissen Sie, die politische Arena ist eigentlich nicht besonders cool“. Auf die Bitte, Beispiele der in seiner Arbeit ab und zu auftauchenden Schwierigkeiten anzuführen, erwähnte er den türkischen Präsidenten. „Ich bin einer von denen, der mit Erdogan alle 10 Tage kommunizieren muss“, sagte Macron. Was er konkret damit gemeint haben soll, habe der französische Präsident nicht erläutert.

    Der türkische Präsident Erdogan ist mehrmals durch die europäischen Länder wegen der Verschärfung des Regimes in der Türkei und des Versuchs der Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten kritisiert worden. So hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel im August eine Erklärung über die Einmischung von Erdogan in die inneren Angelegenheiten Deutschlands abgegeben. Darauf hat Erdogan dem deutschen Minister öffentlich empfohlen, „seinen Platz zu wissen“.

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    Tags:
    Mängel, Verschärfung, Einmischung, Probleme, Außenministerium Deutschlands, Reuters, Le Point, Sigmar Gabriel, Recep Tayyip Erdogan, Emmanuel Macron, Deutschland, Türkei, Frankreich