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04:45 24 Oktober 2019
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    Stadt Douma unweit der syrischen Hauptstadt Damaskus

    Syrien: Komitees für nationale Aussöhnung führen erste Videobrücke durch

    © REUTERS / Bassam Khabieh
    Politik
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    Die Komitees für nationale Aussöhnung, die in den Deeskalationszonen in Syrien tätig sind, haben am Donnerstag ihre erste gemeinsame Videopressekonferenz abgehalten.

    Unter anderem sollen Vertreter der bewaffneten Opposition, der Behörden der Provinzen, die diesen Schutzzonen angehören, sowie des russischen Zentrums für Aussöhnung der Konfliktparteien daran beteiligt gewesen sein.

    „Das ist unsere erste Videopressekonferenz in diesem Format, in der wir gemeinsam mit allen Komitees für nationale Aussöhnung arbeiten. Unsererseits sind wir bereit, an der Lösung der wichtigsten Probleme aktiv teilzunehmen, vor denen jetzt die syrische Bevölkerung steht“, sagte der Kommandeur der russischen Streitkräfte in Syrien, Sergej Surowikin, auf der Konferenz.   

    Damaskus (Archivbild)
    © AP Photo / Hassan Ammar, File
    Ihm zufolge zielten alle Anstrengungen ausschließlich auf die Wiederherstellung von Frieden in Syrien ab.

    Wie Surowikin ausführte, hat das Vorgehen Russlands in den vergangenen Monaten es ermöglicht, die Lage in Zentral- und Südsyrien zu stabilisieren.

    „In den vergangenen drei Monaten wurden mehr als 600 Abkommen über die Einstellung der Kampfhandlungen unterzeichnet. Die Zahl der an der Waffenruhe beteiligten Ortschaften ist auf 2.214 gestiegen. Im Rahmen von insgesamt 300 humanitären Aktionen wurden mehr als 280 Tonnen Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs an Zivilisten übergeben“, sagte er.

    Zudem hätten russische Militärärzte in diesem Zeitraum mehr als 46.000 Zivilisten geholfen. Allein im August sollen außerdem russische Transportflugzeuge 376 Tonnen Nahrungsmittel im Uno-Rahmen in die von den IS-Kämpfern blockierte Stadt Deir ez-Zor gebracht haben.    

    In die Deeskalationszonen im Südwesten Syriens, in Ost-Ghouta und Homs sind laut Surowikin unter Mitwirkung der russischen Militärs 14 humanitäre Konvois mit Lebensmitteln und Medikamenten der Uno und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz eingetroffen.  

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass die Behörden der Provinzen Deraa, Damaskus und Homs erstmals seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien Videobrücken mit Vertretern der bewaffneten Opposition, die sich in den sogenannten Schutzzonen befänden, durchgeführt und den wegen des Krieges unterbrochenen Lernprozess und die humanitäre Situation besprochen hätten. Die Gespräche wurden demnach vom russischen Militär initiiert.

    Derweil gibt es in Syrien drei Sicherheitszonen: nördlich der Stadt Homs, im Raum von Ost-Ghouta und an der Grenze Syriens zu Jordanien. Zurzeit erfolgt die Arbeit an der Schaffung einer weiteren Schutzzone in der Provinz Idlib.   

     

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    Tags:
    Waffenruhe, Deeskalationszonen, Aussöhnung, Terrormiliz Daesh, Sergej Surowikin, Syrien, Russland