16:47 18 Dezember 2018
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    Kopfschmerzen (Symbolbild)

    „Akustische Angriffe“ auf US-Diplomaten – Moskau bestreitet jede Verwicklung

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    Nach Medienberichten über mutmaßliche akustische Attacken auf amerikanische Diplomaten auf Kuba weist die russische Regierung jegliche Verwicklung zurück. Russische Diplomaten sind nach Angaben des Moskauer Außenministeriums wohlauf und haben selber über keinerlei „Attacken“ geklagt.

    Der US-Sender CNN hatte unter Berufung auf Quellen aus Regierungskreisen in Washington berichtet, dass mindestens zehn amerikanische Diplomaten sowie Vertreter Kanadas und deren Familienmitglieder in Havanna mit „gesundheitsschädlichen Wellen“ attackiert worden seien, die außerhalb des hörbaren Bereichs erzeugt worden sein und bei den Betroffenen zu Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen und anderen Gesundheitsschäden geführt haben sollen.

    Die russische Seite sei „in keine Ton-, Lärm- oder Musik-Attacken auf amerikanische Diplomaten in Havanna verwickelt“, sagte die russische Außenamtssprecherin Marija Sacharowa am Donnerstag. Es sei "absurd und grotesk", überhaupt darüber zu reden.

    Sie betonte, dass es außer unbestätigten Medienberichten bisher „keine offiziellen Kommentare zu den Ursachen und zum Charakter des Unwohlseins amerikanischer Diplomaten“ gegeben habe.

    Laut Medien sollen die akustischen Angriffe auf US-Botschaftsmitarbeiter in Havanna mehrere Monate gedauert haben. Als Reaktion habe das US-Außenministerium im Mai zwei kubanische Diplomaten aus den USA ausgewiesen. Die kubanische Regierung bestreitet jegliche Beteiligung und zeigt sich nach Angaben Washingtons bereit, bei der Aufklärung mitzuarbeiten.

    Im Sommer waren FBI-Agenten und kanadische Polizisten zwecks entsprechender Ermittlungen nach Kuba gereist. Die Häuser betroffener Diplomaten seien durchsucht, es seien jedoch keine Geräte gefunden worden, die gesundheitsschädliche Wellen erzeugten könnten.

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    USA, Havanna, Kuba, Russland