15:24 12 Dezember 2017
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    Raketenabwehrsystem Patriot in Japan

    Dutzende Milliarden fürs Militär? Japans Verteidigungsamt beantragt Rekord-Budget

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    Angesichts der angespannten Situation auf der Korea-Halbinsel und der erhöhten militärischen Aktivität Chinas hat Japans Verteidigungsministerium für das Finanzjahr 2018 (beginnend mit 1. April) die Rekord-Budgetsumme von 5,25 Billionen Yen (umgerechnet 48,6 Milliarden US-Dollar) beantragt. Das ist um 2,5 Prozent mehr als im Finanzjahr 2017.

    Die Behörde rechnet unter anderem damit, die angefragten Finanzmittel für den Kauf von zwei Patrouillenschiffen, sechs Flugzeugen vom Typ F-35A und vier Osprey-Wandelflugzeugen sowie für den Bau eines neuen U-Bootes zu verwenden.

    Das Verteidigungsamt ersucht außerdem um die Bereitstellung von 19,6 Yen (rund 187 Millionen US-Dollar) für die Entwicklung neuer Radar-Technologien zur Überwachung von modernen Tarnflugzeugen sowie von 67,7 Milliarden Yen (1,52 Milliarden US-Dollar) für den Kauf von modernen Fliegerabwehrraketen, darunter von SM-2 Block 2A und PAC-3 MSE.

    Es ist außerdem geplant, das bodengestützte US-Raketenabwehrsystem Aegis zu stationieren. Die benötigte Geldsumme ist noch nicht genannt worden. Die Raketenabwehr-Kräfte Japans umfassen aktuell Schiffe mit Aegis-Kampfsystemen und sind mit außer-atmosphärischen SM-3-Abfangraketen ausgerüstet. Japan hat außerdem PAC-3-Anlagen (Patriot-3) zur Verfügung, die Raketen in der Atmosphäre bekämpfen können.

    Das Verteidigungsministerium ersucht ferner um zehn Milliarden Yen (rund 90,5 Millionen US-Dollar) für die Entwicklung von Waffen mit größerer Reichweite, weitere 7,7 Milliarden Yen (69,7 Millionen US-Dollar) für die Schaffung neuer Anti-Schiffs-Raketen und 10,7 Milliarden Yen (96,8 Millionen US-Dollar) für die Modernisierung des japanischen Raketenabwehr-Leitungssystems.

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    Tags:
    Budget, Raketenabwehr, Verteidigungsministerium, Koreanische Halbinsel, Japan, China
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