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    Rosneft-Ölspeicher in der Pazifik-Region Primorje

    Alarmglocken schrillen: USA wollen Deal von Rosneft und Citgo blockieren – Zeitung

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    Das Weiße Haus wird die Übertragung der Eigentumsrechte des in den USA ansässigen venezolanischen Erdölkonzerns Citgo Petroleum an das russische Unternehmen Rosneft nicht durchgehen lassen. Dies berichtet die Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten in der US-Administration.

    Die US-Regierung ist demnach bereit, die Übernahme der Kontrolle über US-Vermögenswerte der venezolanischen Öl-und Gasgesellschaft Petroleos de Venezuela SA (PDVSA) durch Rosneft zu unterbinden.

    „Sollte Rosneft die Aktienmehrheit erhalten, könnte dies eine Reihe von rechtlichen Konsequenzen für Citgo in Bezug auf seinen Status provozieren“, zitiert die Zeitung einen namentlich nicht genannten Beamten. „Darüber hinaus würde dies eine Veränderung unter den ausländischen Eigentümern von Citgo bedeuten und wir würden entsprechende Maßnahmen treffen“, fügte er hinzu.

    Der russische Ölkonzern Rosneft hatte zuvor fast 50 Prozent der Aktien von Citgo Petroleum (einer Tochtergesellschaft der venezolanischen PDVSA) als Sicherheit für ein Darlehen in Höhe von rund 1,5 Milliarden US-Dollar erhalten.

    Wie die Zeitung schreibt, sind die USA über die Vereinbarung zwischen Rosneft und PDVSA besorgt. US-Senatoren bereiteten angeblich einen Gesetzentwurf vor, der Empfehlungen beinhalte, wie die Trump-Administration die Kontrollübername der US-Energieinfrastruktur durch Rosneft verhindern könnte, berichtet WSJ. 

    Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro teilte später mit, er befürchte, dass restriktive Maßnahmen zu einer erzwungenen Schließung des Konzerns Citgo Petroleum führen könnten, da sie sämtliche finanzielle Geschäfte verbieten.

    Am 25. August hatte US-Präsident Donald Trump einen Erlass unterschrieben, der neue Finanzsanktionen gegen Venezuela einführt. Diese sehen unter anderem das Verbot von Geschäften mit den von der venezolanischen Regierung und der staatlichen venezolanischen Erdölgesellschaft PDVSA neu emittierten Schuldtiteln und Wertpapieren mit einer Laufzeit von mehr als 30 beziehungsweise 90 Tagen vor. Außerdem werden Geschäfte verboten, die eine Reihe von Schuldtiteln, die die venezolanische Regierung besitzt, sowie die Dividendenausschüttung der Regierung von Venezuela betreffen.

    Zwar sind die venezolanischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Tagen von den Sanktionen nicht betroffen, für die venezolanische Regierung ist es jedoch äußerst ungünstig, Geld für eine so kurze Frist zu leihen.

    Die Einschränkungsmaßnahmen hätten das Ziel, das „diktatorische Regime“ des Präsidenten Nicolás Maduro finanziell auszulaugen, hieß es seitens des Weißen Hauses. Zugleich ließen diese Maßnahmen Raum für humanitäre Hilfe an Venezuela.

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    Tags:
    Sanktionen, Öl, Citgo, Energieversorger PdVSA, Rosneft, Nicolás Maduro, Venezuela, USA