17:35 17 Juni 2019
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    Vorbereitung auf russisch-weißrussisches Manöver „Zapad 2017“

    Sorge wegen „Korridor nach Kaliningrad”: Kiew beschuldigt Moskau der Eroberungspläne

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    Das ukrainische Militär zeigt sich besorgt wegen der geplanten gemeinsamen Militärübungen Russlands und Weißrusslands, deren Kampfkräfte nach Meinung des Generalstabes versuchen könnten, in Richtung der russischen Nordwest-Exklave Kaliningrad durchzubrechen und Gebiete von Polen und Litauen zu erobern.

    „Wie die Ereignisse auf der Krim und im Donbass zeigen, wäre es einfach, im Korridor (von Suwalki – Anm. d. Red.) eine solche Operation durchzuführen“, sagte der Sprecher des Generalstabes in Kiew, Oberst Wladislaw Woloschin, gegenüber dem Fernsehsender Espreso-TV.

    Der Suwalki-Korridor trenne Weißrussland vom russischen Gebiet Kaliningrad und sei ein recht kleiner Raum zwischen Polen und Litauen, so der Militärsprecher. Ihm zufolge kann ein Teil des russischen Militärkontingents in Weißrussland bleiben.
    „Russland hat mitgeteilt, 3.000 Soldaten nach Weißrussland geschickt zu haben. Dabei weiß niemand, wie viele Soldaten Russland dort in Wirklichkeit eingesetzt hat und wie viele es dort bleiben lassen kann“, so Woloschin.

    Das Großmanöver „Zapad 2017“ („Westen 2017“) soll vom 14. bis zum 20. September auf Übungsgeländen in Weißrussland und Russland stattfinden. Daran sollen rund 12.700 Soldaten, darunter etwa 10.200 in Weißrussland, teilnehmen. Bei den Übungen sollen 370 Panzer, bis zu 150 Artillerieanlagen und Mehrfachraketenwerfer sowie mindestens 40 Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt sein.

    Moskau und Minsk haben wiederholt erklärt, dass die Übungen für ausländische Beobachter zugänglich sein werden. Vertreter der Ukraine, Polens, Litauens, Lettlands, Estlands, Schwedens und Norwegens sind dazu eingeladen.

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    Militärübungen, Beobachter, Wladislaw Woloschin, Litauen, Polen, Weißrussland, Russland, Ukraine