06:28 07 Juni 2020
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    Das Pazifikkommando der Vereinigten Staaten (United States Pacific Command, USPACOM) hat einen Zeitplan für die Militärpatrouille im Südchinesischen Meer erstellt, wo China und andere Länder der Region territoriale Streitigkeiten haben, berichtet die Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ) unter Verweis auf nicht näher genannte US-Beamte.

    Demnach sollen in den kommenden Monaten ein bis zwei Patrouillenfahrten stattfinden. Die genaueren Zeit- sowie Ortsangaben der bevorstehenden Operationen wurden nicht genannt. Die US-Beamten seien der Ansicht, dass dieser Plan die Beziehungen zu China fördern werde, so WSJ. China werfe den USA vor, mit Patrouillenfahrten die Situation in der Region zu destabilisieren. Zuvor hatte die US-Administration keinen festen Plan gehabt und diese Operationen waren abhängig von „politischen Faktoren“ durchgeführt worden.

    Nach Angaben von WSJ hatte es unter dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama (in den Jahren 2009-2016) vier solche Patrouillenfahrten gegeben. Seitdem Donald Trump Staatschef ist, seien es bis dato drei gewesen.

    Peking hat seit Jahrzehnten Streitigkeiten mit Vietnam, Brunei, Malaysia und den Philippinen bezüglich der territorialen Zugehörigkeit einer Reihe der Inseln im Südchinesischen Meer, auf denen bedeutende Kohlenwasserstoffvorkommen entdeckt worden waren. Die USA haben in diesen Streitigkeiten nicht Partei bezogen aber sie akzeptieren die Forderungen Chinas nicht und bestehen auf ihr Recht der „freien Navigation“ in der Region.

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    Tags:
    Streitigkeiten, Patrouillieren, Donald Trump, Barack Obama, Südchinesisches Meer, Philippinen, Malaysia, Brunei, Vietnam, China, USA