16:01 22 Februar 2018
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    Maria Sacharowa

    „Höllische Clownerie“: Sacharowa zu Durchsuchungen russischer Vertretungen in USA

    © Sputnik/ Ekaterina Tschesnokowa
    Politik
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    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat die Durchsuchungen des Russischen Generalkonsulats und der Handelsvertretungen in den USA in ihrem Facebook-Profil kommentiert.

    "Ich sehe mir die Bilder der Durchsuchungen der russischen Auslandsvertretungen an und sehe ein, dass es eine höllische Clownerie ist — blöd, gesetzwidrig und sinnlos", schrieb sie auf Facebook. Sacharowa zeigte sich über das Ziel der Durchsuchungen ratlos: „Wozu denn? Um die ganze Macht der US-Geheimdienste zu zeigen? Sie haben sie gezeigt: Nun haben wir schon alles gesehen. Selbst einen FBI-Mitarbeiter, der sich für all das schämt, was passiert. Sie wollten Schlösser knacken und Türen einschlagen? Wir sind höflich: Wir werden selbst aufmachen. Warum sollen wir unser Eigentum beschädigen?"

     

    Wenn das Ziel der Durchsuchungen gewesen sei, Aggression seitens der Mitarbeiter der russischen diplomatischen Vertretungen zu provozieren, dann könne dieses Ziel nie erreicht werden, betonte Sacharowa. „An diesem Wanderzirkus nehmen wir nicht teil", schrieb sie.

    „Vielleicht wollte man sie (die russischen Diplomaten — Anm. d. Red.) erniedrigen? Sicher, daran zweifle ich nicht", so Sacharowa. Sie zweifle aber auch nicht daran, dass es die US-Sicherheitskräfte seien, die sich erniedrigt fühlen und „diejenigen verfluchen, die sie zu dieser erniedrigenden Zirkusvorstellung von globalem Maßstab geschickt haben". Sie habe auch Mitleid mit den Mitarbeitern der Sicherheitsdienste, mit diesen „emsigen Köpfen, die den Lebensunterhalt für ihre Familien verdienen und Steuern zahlen müssen".

    Sie bezeichnete diesen Vorfall als "russophobe Fernsehserie mit außergewöhnlicher Szenerie".

    Am Samstag hatten US-Geheimdienste Durchsuchungen der Gebäude der russischen Handelsvertretung in Washington und des Generalkonsulats in San Francisco durchgeführt. Unter anderem wurden auch die Wohnungen der Mitarbeiter der russischen diplomatischen Vertretung durchsucht.

    Zuvor hatte das US-Außenministerium Russland aufgefordert, sein Generalkonsulat in San Francisco sowie eine Vertretung in Washington DC und eine konsularische Abteilung in New York City bis zum 2. September zu schließen. Diese Entscheidung sei eine Reaktion auf die Ausweisung von 700 US-Diplomaten aus Russland Ende Juli gewesen. In einer Pressemitteilung war dieser Schritt der russischen Regierung als „unangebrachte und für die Beziehungen schädliche" Aktion bezeichnet worden.

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    Tags:
    Durchsuchung, Botschaft, San Francisco, USA, Washington, Russland
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