15:28 23 Oktober 2018
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    Wladimir Putin und Xi Jinping (Archivbild)

    Russland und China: Gemeinsam die koreanische Halbinsel denuklearisieren

    © Sputnik / TASS/ Pool/ Mikhail Metzel
    Politik
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    Russland und China haben sich verständigt, den Kontakt auf höchster Ebene im Zusammenhang mit dem neuesten nordkoreanischen Atomtest fortzuführen und mit „entsprechenden Maßnahmen“ auf den Test zu reagieren, berichtet die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

    Am Sonntag kam es in der Stadt Xiamen zu einem Treffen des chinesischen Staatsoberhauptes Xi Jinping und des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der russische Präsident traf in der chinesischen Stadt ein, um am diesjährigen Gipfel der BRICS-Staaten teilzunehmen.

    „Die beiden Staatsoberhäupter haben sich darüber verständigt, am Ziel der völligen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel festzuhalten sowie den engen Kontakt im Zusammenhang mit der neuen Situation aufrechtzuerhalten“, berichtet die Nachrichtenagentur.

    Zuvor am Sonntag hatte Nordkorea erklärt, erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet zu haben, die auch auf ballistischen Interkontinentalraketen eingesetzt werden kann.

    Der Befehl für den Test kam vom nordkoreanischen Staatsoberhaupt Kim Jong-un. Nordkorea erklärte, der Test habe keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt gehabt.

    Die internationalen Reaktionen auf den Test fielen extrem negativ aus. Mit dem Test habe die Führung in Pjöngjang „die einschlägigen UN-Resolutionen und das Völkerecht ein weiteres Mal demonstrativ verletzt“, erklärte das russische Außenministerium am Sonntag.

    Es sei bedauerlich, dass die nordkoreanische Regierung die globale Non-Proliferation sowie Frieden und Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel gefährde.

    „Eine Fortsetzung dieser Linie könnte schwere Konsequenzen für Nordkorea selbst nach sich ziehen“, hieß es.

    Auch die Vereinigten Staaten reagierten gereizt und bezeichneten den Test als "sehr feindlich und gefährlich" für die USA und als eine „Blamage“ für China.

    Mitte August hatte Pjöngjang erklärt, es erwäge die Möglichkeit, einen Raketenangriff auf den Luftstützpunkt der USA auf der pazifischen Insel Guam durchzuführen. Den Raketentest vom 29. August bezeichnete der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un als „Vorspiel zu Guam“.

    Trump hatte Nordkorea seinerseits mit „Feuer und Wut, wie die Welt es noch nicht gesehen hat“ gedroht und das Land zugleich aufgefordert, seine Drohungen zu stoppen.

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    Tags:
    Atomtest, Wladimir Putin, Nordkorea, Russland, China