01:13 17 November 2019
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    US-Geheimdienste durchsuchen die russische Handelsvertretung in Washington

    Russlands Vize-Außenminister bezichtigt USA des „staatlichen Rowdytums“

    © Sputnik / Alexej Agaryschew
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    Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hat am Montag die Situation mit dem russischen diplomatischen Eigentum in den USA als „staatliches Rowdytum“ seitens Washingtons bezeichnet.

    „Die Durchsuchungen unserer Objekte, und zwar des Generalkonsulates in San Francisco sowie der Handelsvertretungen in Washington und New York, waren empörend. Die USA machen gute Miene zum bösen Spiel … wenn sie behaupten, dass es Besichtigungen und Inspektionen sind. Nein, es sind Durchsuchungen“, sagte Rjabkow gegenüber Journalisten. Er merkte auch an, die Beamten der US-Geheimdienste befänden sich bis jetzt auf dem Territorium des russischen Konsulates in San Francisco.

    >>> Mehr zum Thema: Spektakuläre US-Durchsuchaktion in der russischen Handelsvertretung in Washington

    Rjabkow betonte, Moskau sei zuvor nicht auf ein solches provokatives Vergreifen an den grundlegenden Normen des Völkerrechtes gestoßen.

    „Jemand wurde in den vergangenen Jahren als staatlicher Sponsor des Terrorismus bezeichnet. Ich werde das Geschehen staatliches Rowdytum nennen“, so Rjabkow.

    Der russische Vize-Außenminister bezeichnete die Handlungen der USA auch als „abweichendes Verhalten“. Russland habe viele Varianten, um auf diese Handlungen zu antworten, aber Moskau werde sich den USA in dieser Frage nicht angleichen.

    Am 31. August hatte das US-Außenministerium mitgeteilt, dass Russland aufgefordert wird, bis zum 2. September sein Generalkonsulat in San Francisco sowie eine Kanzlei in Washington DC und eine konsularische Abteilung in New York City zu schließen. Diese Entscheidung sei eine Reaktion auf die Ausweisung von 700 US-Diplomaten aus Russland Ende Juli. In der Pressemitteilung wird dieser Schritt der russischen Regierung als „unangebrachte und für die Beziehungen schädliche“ Aktion bezeichnet. Das russische Außenministerium hat die Entscheidung Washingtons bereits als groben Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Moskau behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Trotz Protesten aus Moskau haben die US-Geheimdienste am 2. September das russische Generalkonsulat in San Francisco sowie die Handelsvertretungen in Washington und New York durchsucht. Nach russischen Angaben waren daran FBI-Agenten beteiligt.

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    Konsulat, Schließung, Außenministerium Russlands, Sergej Rjabkow, USA, Russland