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    Social Media zum „TV-Duell“: Einträchtiges Duett, miserable Moderatoren

    © AFP 2019 / John Macdougall
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    Beim TV-Duell zwischen Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) herrschte viel Einigkeit. Hinter den TV-Geräten war man sich vor allem in zwei Punkten einig: Die vier Journalisten machen keine gute Figur und das TV-Duell war vor allem eines - nämlich langweilig.

    Vor allem die Innenpolitik kam bei dem großen TV-Event zu kurz. Twitter Nutzer Thees fasste dann auch das Duell zwischen den Kanzlerkandidaten von Union und SPD recht knapp zusammen:

    ​Die Wahl der Themen war natürlich zum größten Teil nicht der Job der Kandidaten, die Fragen stellten ja die vier Moderatoren. Und auch hier ist man sich weitgehend einig, der Job, den die vier Fernsehjournalisten geleistet haben, wurde nicht gut gemacht.

    ​Besonders der von Sat-1 nominierte Claus Strunz bekam online sein Fett weg.

    ​Aufgrund seiner Fragen, wurde ihm von vielen Seiten eine inhaltliche Nähe zur AfD unterstellt.

    ​​​Über weite Strecken wurde man sich bewusst, dass hier die Parteivorsitzen von zwei Parteien diskutierten, die schon seit 2013 zusammen in einer großen Koalition regierten. Bei vielen Punkten waren sich beide Kandidaten einig. Dass dies keine gute Voraussetzung für ein spannendes Duell ist, ist logisch.

    ​Eine solche Debatte, bestärkt natürlich den Status Quo – sprich Bundeskanzlerin Angela Merkel. Obwohl die SPD ihren Kandidaten (schon vor dem Duell) vorne sieht,

    ​sind sich die Umfragewerte nach dem TV-Event auch weitgehend einig. Trotz größerer Angriffsfreude von Herausforderer Schulz sehen alle Umfragen Bundeskanzlerin Merkel vorne.

    ​Viel geändert hat sich durch das TV-Duell also nicht.

    ​Noch immer ist fast die Hälfte der Wähler unentschieden. Trotzdem geht die Mehrzahl davon aus, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben wird.

    ​Andere Stimmen sehen einen ganz anderen Sieger. Aufgrund der Themenauswahl könnte vor allem die AfD von der Sendung am Sonntagabend profitiert haben.

    ​Aber vielleicht war auch der ganze TV-Event überflüssig. ARD-Chefredakteur Rainald Becker hat eine andere Erklärung für das bisherige schlechte Abschneiden der Sozialdemokraten.

    Bolle Selke

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    Tags:
    TV-Duell, Sozialnetzwerke, Reaktion, Wahlen, CDU, SPD, Martin Schulz, Angela Merkel, Deutschland