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19:38 19 Oktober 2019
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    Syrische Soldaten in der Nähe des Luftstützpunktes Deir ez-Zor (Archivbild)

    Putin: Regierungsarmee hat Lage in Syrien zunehmend im Griff – BRICS sagt Hilfe zu

    © AFP 2019 / GEORGE OURFALIAN
    Politik
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    Die Situation in Syrien entwickelt sich zu Gunsten der Regierungstruppen. Das hat der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag bei einer Pressekonferenz während des BRICS-Gipfels in Xiamen (China) gesagt. Zudem hat er angekündigt, dass die BRICS-Staaten ihren Beitrag zur Verbesserung der humanitären Lage Syrien leisten werden.

    Putin erklärte: „Was die Lage in Syrien und Militäroperationen angeht, so entwickelt sich die Situation dort tatsächlich zu Gunsten von Regierungstruppen. Sie wissen, dass das von den Regierungsarmee kontrollierte Gebiet sich um das Vielfache vergrößert hat, und dieser Prozess nimmt zu."

    Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un bei jüngstem Raketenstart
    © AP Photo / Korean Central News Agency/Korea News Service

    Es sei allerdings zu früh davon zu sprechen, dass der „Islamische Staat" (IS), „Dschebhat al-Nusra" und andere Terrorgruppierungen völlig vernichtet worden seien, sagte der Präsident. „Allerdings ist es eine offensichtliche Tatsache, dass die Situation sich grundlegen verändert. Hoffentlich werden unsere Partner bis zum Ende des Militäreinsatzes in Rakka bleiben".

    Der russische Staatschef sprach auch das Problem des Terrorismus im Allgemeinen an. Er betonte, es betreffe nicht nur Syrien, sondern auch mehrere Länder, sowohl im Nahen Osten als auch in den anderen Regionen. „Das wichtigste Problem in dieser Hinsicht ist, dass die radikalen Gruppierungen immer wieder von der Armut und einem niedrigen Bildungsniveau ‚gespeist‘ werden, das ist ein Nährboden für den Radikalismus und Terrorismus", so Putin. Die BRICS- und die G20-Staaten kämen unter anderem zusammen, um diese globalen Probleme zu lösen, hob er hervor.

    BRICS-Gipfel im chinesischen Xiamen
    © Sputnik / Grigory Syssojew /POOL

    Putin ging auch auf den Militäreinsatz zur Befreiung der syrischen Stadt Deir ez-Zor ein. Diese sei ein militärischer und kein politischer Stützpunkt „der ganzen radikalen Opposition. Der radikalen Opposition im schlimmsten Sinne des Wortes, das heißt, der IS-Opposition." Sobald der Militäreinsatz in Deir-ez-Zor abgeschlossen sein werde, bedeute das, dass die Terroristen eine sehr schwere Niederlage erlitten und die Regierungskräfte und Assad-Regierung ganz offenkundige Vorteile bekommen hätten.

    In Bezug auf die anschließenden Aufgaben der syrischen Regierung sagte er, erforderlich sei ein weiterer Fortschritt bei der Waffenruhe sowie der Unterstützung der Deeskalationszonen. Zudem sollten der politische Prozess und gleichzeitig der wirtschaftliche Wiederaufbau in Gang gebracht werden.

    Dies sei aber eine gewaltige Aufgabe für die syrischen Behörden, die ohne Hilfe der Weltgemeinschaft kaum zu lösen sei, betonte der russische Präsident. Mit dieser Hilfe könne Syrien rechnen: „In den Gesprächen bei diesem Gipfeltreffen sowohl auch bei den bilateralen Treffen am Rande haben wir mit unseren Kollegen das auch besprochen. Praktisch alle meine Kollegen sind damit einverstanden und zeigen sich bereit, in einem oder anderem Maße ihren Beitrag zur Verbesserung der humanitären Lage in Syrien zu leisten."

    Der neunte Gipfel der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) war am Montagmorgen in der südchinesischen Stadt Xiamen eröffnet worden und geht am Dienstag zu Ende.

     

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    Tags:
    Hilfe, Dschebhat an-Nusra, Terrormiliz Daesh, Syrische Regierungsarmee, BRICS, Syrien, Russland