19:08 25 Januar 2020
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    Eine 24-Jährige Hamburger Politikerin von der Linken hat einen geschmacklosen Beitrag bei Facebook gepostet. Die Folge sind eine ruinierte politische Karriere und Morddrohungen.

    Die Bundessprecherin der Linksjugend, Hamburger Bundestagskandidatin und Queeraktivistin Sarah Rambatz hat kürzlich bei Facebook nach „antideutschen Filmempfehlungen“ und „grundsätzlich alles, wo Deutsche sterben“ gefragt, berichtet die Hamburger Morgenpost.

    Doch die Politikerin hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ein unbekannter User einen Screenshot davon macht und ihn an den Bundesverband schickt. Kurze Zeit später war die vielversprechende Karriere der jungen Frau, die auf Listenplatz 5 für den Bundestag kandidierte, ruiniert. 

    ​„Sarah Rambatz wird aufgrund dieses Vorfalls von ihrem Listenplatz in Hamburg zurücktreten. Die Linke steht für eine menschenwürdige Politik“, zitiert das Blatt die prompte Antwort des Bundesverbandes.

    Der Zwischenfall sorgte in den sozialen Netzwerken für mächtigen Wirbel. In einem Statement charakterisierte Rambatz ihr Posting als eine Mischung aus „Unbedarftheit und eigensinniger Ironie“ und klagte über Morddrohungen und „rechten Shitstorm“. Ihr Post sei lediglich „satirisch überspitzt“ gewesen, nun werde sie jedoch „mit Mord und Vergewaltigung bedroht“.

    Sie akzeptiere unterschiedliche Lesarten, doch die „Reaktionen der AfD und ihrer Sympathisant*innen zeigen aber das Kernproblem: Der Rechtsruck schreitet voran. Mehr denn je stehe ich hinter dem Slogan meiner Partei: ‚Entschieden gegen rechte Hetze!‘“

    In einem darauffolgenden Gespräch mit der Hamburger Morgenpost sei die junge Frau mehrmals in Tränen ausgebrochen: „Ich stehe seit Tagen in Kontakt mit der Polizei und dem Staatsschutz. Meine Familie und ich erhalten Morddrohungen. Ich werde als Staatsfeindin diffamiert, Vergewaltigung wird mir angedroht, ich bin völlig fertig.“

     

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    Tags:
    Die LINKE-Partei, Hamburg