00:16 22 November 2017
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    AfD-Anhängerin in Torgau, Deutschland

    Weidel: Merkel gehört vor Gericht

    © AFP 2017/ John Macdougall
    Politik
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    Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat bei einer Wahlkampfveranstaltung der Partei im oberbayerischen Wolnzach Bundeskanzlerin Angela Merkel hart angegriffen und dafür viel Applaus geerntet. Das berichtet die österreichische Zeitung „Der Standard“ am Freitag.

    "Diese Frau gehört nach ihrer Amtszeit vor ein ordentliches Gericht gestellt", wetterte Weidel demnach. Denn, was Merkel "dem Land angetan" habe, sei "eine Schande".

    Es komme zu Rechtsbrüchen bei der Eurorettung und in der Flüchtlingspolitik. "Die Bilanz ist verheerend", betonte Weidel. "Unser Gehalt wird besteuert und weginflationiert, es gibt keine Zinsen, die Rentenversicherung ist nicht mehr tragfähig." Dabei müsse ein Langzeitarbeitsloser erst darlegen, dass er kein Vermögen habe, bevor er staatliche Leistungen bekomme. "Ein Flüchtling muss nichts nachweisen", so Weidel.

    "Man kommt sich vor wie ein Bürger zweiter Klasse", rief die AfD-Kandidatin.

    Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) blieb von ihrer Kritik nicht verschont. Er wolle unbedingt eine Grenze für Bargeldzahlungen, weil er alle Finanzgeschäfte kontrollieren wolle. "Er weiß genau, was Sie machen", so Weidel. Die AfD wolle stattdessen Bargeld erhalten, denn "bargeld ist geprägte Freiheit, geprägter Datenschutz".

    Weidel persönlich sei „eine typische Wutbürgerin" und engagiere sich, "weil wir mit dem Zustand in diesem Land nicht mehr einverstanden sind". Mit diesen Worten beendete die AfD-Spitzenpolitikerin ihre Rede.

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    Tags:
    Flüchtlinge, Leistungen, Vermögen, Gericht, Versicherungen, Rente, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Alice Weidel, Angela Merkel, Deutschland
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