13:14 23 September 2017
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    Soldaten der britschen Armee während Nato-Übungen in Litauen

    Litauens Verteidigungsminister schlägt "Militär-Schengen" vor

    © REUTERS/ Ints Kalnins
    Politik
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    Der litauische Verteidigungsminister Raimundas Karoblis hat beim Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen vorgeschlagen, ein so genanntes Militär-Schengen zu bilden, heißt es auf der Seite der Militärbehörde des Landes.

    Karoblis erklärte, dass Litauen die Stärkung der Zusammenarbeit mit der EU im Verteidigungsbereich unterstütze. „Zusammen mit den Benelux-Ländern, Finnland und Estland schlagen wir vor, im Rahmen der permanent strukturierten Kooperation (Permanent Structured Cooperation, kurz: PESCO), ein militärisches Schengen-Projekt zu entwickeln, das die Truppenbewegung in Europa erleichtern wird“, so der Verteidigungsminister.

    Er ergänzte, dass viele Länder das Projekt unterstützen würden, wobei dessen Umsetzung für die EU genauso wichtig sei, wie für die Nato. 
    Das Treffen der EU-Verteidigungsminister fand in Tallin am 6. und 7. September statt.

    Davor hatte Nato-Chef Jens Stoltenberg erklärt, dass Europa nicht dazu fähig sei, sich selbst zu schützen, und ohne Nato sowie die zwei wichtigsten Akteure – die USA und Großbritannien – nicht auskommen könne, da diese Staaten die größten Beiträge für den Nato-Haushalt aufbringen würden.

    Zudem habe Stoltenberg die Europäer dazu aufgerufen, sich aktiver am kollektiven Sicherheitssystem zu beteiligen, ihre Modernisierung voranzutreiben sowie mehr Geld für Militärbelange auszugeben. Außerdem habe er sich gegen die Bildung einer europäischen Armee ausgesprochen.

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    Tags:
    Entwicklung, Erleichterung, Truppenbewegungen, Kooperation, Zusammenarbeit, NATO, Schengen, Raimundas Karoblis, Europäische Union, Litauen
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