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    Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat gegenüber dem Spiegel die Verdächtigung, er arbeite zur Zusicherung seines Asyls in Russland für dessen Geheimdienste, entschieden zurückgewiesen.

    Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, hatte zuvor geäußert, er habe allen Grund zu der Annahme, dass Snowden ein russischer Geheimdienstagent sei und seine Tätigkeit Teil eines Hybridkrieges Russlands gegen den Westen sei.

    "Er hatte ja nicht mal den Mumm zu behaupten, ich sei ein Spion", sagte Snowden über Maaßen. Statt dessen habe der BfV-Chef  von einer „Plausibilität“ dieser Annahme gesprochen, so Snowden. So etwas könnte faktisch auf jeden zutreffen, ergänzte er.

    Der Ex-NSA-Mitarbeiter hatte im Juni 2013 in Hongkong streng vertrauliche Informationen zu den Spähprogrammen der Geheimdienste der USA und Großbritanniens an die US-Zeitung Washington Post und die britische Zeitung The Guardian weitergegeben.

    Der Whistleblower war von Hongkong weiter nach Russland geflohen, wo er am 23. Juni gelandet war und sich einige Zeit im Transitbereich des Flughafens Scheremetjewo aufgehalten hatte.

    Russland hatte Snowden ein einjähriges Asyl gewährt. Im August 2014 hatte der NSA-Enthüller eine Aufenthaltsgenehmigung für weitere drei Jahre erhalten. Im Januar 2017 war sein Aufenthaltsrecht bis zum Jahr 2020 verlängert worden.

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    Tags:
    Geheimdienste, Asyl, Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), US-Geheimdienst NSA, Edward Snowden, USA, Deutschland, Russland