22:48 04 Dezember 2020
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    Der jüngste Bericht der unabhängigen UN-Ermittlungskommission für Syrien, in dem Moskau und Damaskus Menschenrechtsverletzungen beschuldigt werden, ist ein Beispiel für eine schlecht verfasste und politisch motivierte Fälschung. Dies äußerte der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Alexej Borodawkin, am Samstag.

    „Jener Teil des Berichts, der Russland und den Einsatz chemischer Waffen durch die syrischen Streitkräfte betrifft, stellt ein Beispiel für eine politisch engagierte und dabei schlecht verfasste  Fälschung dar“, sagte er.

    Ihm zufolge soll Moskau nicht auf solche Vorwürfe reagieren.

    „Vor einiger Zeit ist es in politischen und diplomatischen Kreisen in Mode gekommen, mit russophoben Lügen zu handeln. Die Situation ändert sich aber allmählich – sogar dort, wo solche Verleumdungen noch gefragt sind, deren politischer Preis rapide sinkt“, so Borodawkin.  

    Am Mittwoch hatte die vom UN-Menschenrechtsrat gebildete Ermittlungskommission für Syrien den 14. Bericht über angebliche Verstöße gegen die Menschenrechte in diesem Land publik gemacht. Die Verfasser dieses Dokument behaupten, dass die russische Luftwaffe Krankenhäuser in den von der bewaffneten Opposition in Syrien kontrollierten Gebieten bombardiere.  

    Zudem wird Damaskus vorgeworfen, im April in Chan Schaichun C-Waffen eingesetzt zu haben. Laut der Kommission sollen von März 2013 bis März 2017 in Syrien 25 Fälle eines Einsatzes von Massenvernichtungswaffen registriert worden sein, 20 davon durch die syrischen Regierungstruppen.

    Die syrische Opposition hatte Anfang April rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

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    Tags:
    Verstöße, Menschenrechte, Uno, Alexej Borodawkin, Syrien, Russland