02:51 22 November 2017
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    AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel

    Angeblich rassistische E-Mail von AfD-Spitzenkandidatin Weidel aufgetaucht

    © REUTERS/ Fabrizio Bensch
    Politik
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    Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel sorgt erneut für Schlagzeilen. Diesmal geht es um eine brisante E-Mail, die Weidel nach Angaben der „Welt am Sonntag“ an einen Vertrauten geschrieben haben soll. Darin soll sie rassistische und Demokratie verachtende Bemerkungen geäußert haben.

    Die „Welt am Sonntag“ behauptet, ihr liege eine E-Mail vom 24. Februar 2013 vor, deren Absender Weidel sei.

    Laut der Zeitung heißt es in der Mail wörtlich: „Der Grund, warum wir von kulturfremden Voelkern wie Arabern, Sinti und Roma etc ueberschwemmt werden, ist die systematische Zerstoerung der buergerlichen Gesellschaft als moegliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden.“ 

    Darüber hinaus werden in dem Schreiben dem Blatt zufolge Mitglieder der Bundesregierung als „Schweine“ beschimpft. Es wird ein weiterer Auszug zitiert: Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen."

    Ferner werde kritisiert, dass Deutschland nicht souverän und die Justiz bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht korrumpiert sei. „Dass D gar nicht souveraen ist, duerfte doch fuer den ekelhaften Fatalismus in der Tagespolitik z.B unsere Enteignung durch die Eurorettung, korrumpierte Judikative (Bundesverfassungsgericht) erhellend sein“, soll es in der Mail heißen.

    AfD-Anhängerin in Torgau, Deutschland
    © AFP 2017/ John Macdougall
    Weidel habe jedoch abgestritten, dass sie die Autorin des Briefes sei und habe Anwälte eingeschaltet. Die Zeitung behauptet jedoch, ihr lägen eine eidesstattliche Versicherung und weitere Aussagen vor, aus denen das Gegenteil hervorgehe.

    So soll der Empfänger des Briefes gegenüber der Zeitung versichert haben, dass Weidel die Verfasserin sei. In der Betreffzeile der Mail beziehe sie sich auf ein Gespräch mit ihm, und sie habe diese wie üblich mit ihrem Spitznamen „Lille“ gezeichnet. Das an ihn gerichtete Schreiben befinde sich bis heute in seinem E-Mail-Fach.

    Die AfD-Spitzenkandidatin sorgt in letzter Zeit für Schlagzeilen. Vergangene Woche war sie empört aus dem Studio der ZDF-Sendung „Wie geht’s Deutschland?“ gestürmt. Später hatte sie auch ein Interview mit der Lokalzeitung „Oberhessische Presse“ abgebrochen, weil sie die Fragen als „unqualifiziert“ betrachtet hatte.

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    Tags:
    E-Mail-Skandal, Rassismus, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Alice Weidel, Deutschland
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