07:51 23 September 2017
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    Juncker will Euro in allen EU-Ländern einführen

    © REUTERS/ Dado Ruvic
    Politik
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    Die EU-Länder sollen enger miteinander zusammenarbeiten. Das hat der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, am Mittwoch in seiner Rede zur Lage der Union im Straßburger Europaparlament erklärt. Er fordert, alle EU-Mitglieder sollen den Euro übernehmen und der Schengen-Zone ohne Grenzkontrollen beitreten.

    Die EU solle zudem weiter wachsen, schreibt die Zeitung „Der Tagesspiegel“ unter Berufung auf Junckers Worte. Bis 2025 könnte sie um die 30 Mitglieder haben.

    Die gewünschte Ausweitung der Euro-Zone bedeute, dass auch EU-kritische Länder wie Ungarn oder Polen die Einheitswährung einführen sollen. Auch solle sie in armen EU-Ländern wie Rumänien oder Bulgarien gelten, hieß es. 

    Wie aus Junckers Rede weiter hervorgeht, will er aber keinen radikalen Umbau der Union. Er will laut dem Zeitungsartikel keine neuen Strukturen und auch keine Änderung der Europäischen Verträge – anders als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der einen Euro-Finanzminister mit eigenem Milliarden-Budget verlangt.

    Juncker schlage vor, dass ein Vizepräsident der Kommission hauptamtlicher Chef der Euro-Gruppe wird. Im EU-Haushalt soll ein eigener Titel für die Euro-Zone vorgesehen werden. Juncker will unter anderem Hilfen für Mitgliedsstaaten wie Rumänien oder Bulgarien finanzieren, um sie fit für den Euro zu machen. Derzeit haben 19 der 28 EU-Staaten die Gemeinschaftswährung. Einige andere überwinden die wirtschaftlichen Hürden nicht oder wollen den Euro nicht übernehmen, hieß es.

     

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    Tags:
    Einführung, Euro, Jean-Claude Juncker, Europäische Union
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