11:44 25 September 2017
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    Ölförderung in Venezuela

    Venezuela reagiert auf Sanktionen und will keine US-Dollar mehr für sein Erdöl

    © AFP 2017/ Ramon SAHMKOW
    Politik
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    Die Regierung von Venezuela bittet die Erdölexporteure, den US-Dollar durch andere Zahlungsmittel zu ersetzen. Das Ziel: Den Einfluss von US-Sanktionen auf die Wirtschaft des Landes verringern. Das berichtet die US-amerikanische Zeitung „The Wall Street Journal“ am Donnerstag.

    Dem Blatt zufolge bat das Staatsunternehmen Petróleos de Venezuela S.A. (PdVSA) seine Partner, Konten in anderen internationalen Währungen einzurichten. Erdölhändler würden bereits Zahlungen in Euro vornehmen. Die Vertreter von PdVSA und des venezolanischen Energieministeriums geben der Zeitung zufolge derzeit keine Kommentare über die neue Politik, die offiziell nicht angekündigt worden sei.

    US-Präsident Donald Trump hatte am 25. August neue Sanktionen gegen Venezuela verhängt. Die Maßnahmen untersagen den Handel mit venezolanischen Staatsanleihen sowie Dividendenzahlungen an die Regierung in Caracas.

    Die Sanktionen hätten das Ziel, das „diktatorische Regime“ des Präsidenten Nicolás Maduro finanziell auszulaugen, so die Trump-Administration. Sie dürften die Spannungen zwischen Venezuela und den USA verschärfen und das lateinamerikanische Land in eine tiefere Wirtschaftskrise stürzen.

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    Tags:
    US-Dollar, Spannungen, Währung, Handel, Sanktionen, PDVSA, Nicolás Maduro, Donald Trump, Caracas, Venezuela, USA
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