12:36 25 November 2017
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    NATO-Übungen in Ungarn (Archivbild)

    Experte: Nato ballt „gewaltige Heereslegionen“ vor Russlands Grenze zusammen

    © AP Photo/ Csaba Krizsan/MTI
    Politik
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    Zwar sind ausländische Beobachter bei Zapad-2017 willkommen, doch ertönt vom Westen her weiterhin scharfe Kritik am Großmanöver der Russen und Weißrussen. Dabei hat die Nato laut dem Militärexperten Wiktor Baranez schon zehn Mal mehr Truppen an der russischen Grenze als Russland – und die Schlagkraft der Allianz nehme stetig zu.

    „Wir sehen, welch gewaltige Heereslegionen seit einigen Jahren in Europa an der Grenze zu Russland und Weißrussland angesammelt werden“, sagte Baranez, Oberst a.D., im Sputnik-Gespräch. Was da aufgebaut werde, sei kein Kartenhäuschen, sondern eine wirkmächtige Kampfmaschine. Die Schlagkraft der Nato kenne überhaupt keinen Vergleich, betont der Fachmann.

    „Bei bestimmten Hauptwaffen – Flugzeugen, Artillerie, Kampfpanzern und gepanzerten Fahrzeugen – übertrifft die Nato-Gruppe an Russlands Westgrenze die russischen Truppen um das Zehn-, wenn nicht gar um das Fünfzehnfache.“

    Natürlich sehe Russland dies als eine reale militärische Bedrohung. Eben deshalb finde auch die Zapad-Übung statt, um diese Bedrohung „jederzeit abwehren zu können“.

    Dabei möchte Russland aber auch Vertrauen stiften: „Alle russische Technik, die beim Manöver in Weißrussland eingesetzt wird, kehrt nach dem 20. September, dem Übungsende, an ihre Heimbasen zurück“, betont der Experte.

    Überdies sei Zapad-2017 für ausländische Beobachter absolut transparent: „Russland und Weißrussland haben eine gigantische Anzahl von Interessenten aus dem Westen eingeladen, auch die Vertreter von Nato-Stäben.“

    Man müsse sich schon sehr anstrengen, um die Übung „als drohenden Durchbruch russischer und weißrussischer Panzer auf europäischen Boden“ zu sehen. Dies sei nichts als „traditionelles Gekläffe mit dem Ziel, Europa durch die russisch-weißrussische Gefahr einzuschüchtern und die Existenz der Nato-Truppen zu rechtfertigen, die sich immer mehr vor Russlands Grenzen konzentrieren“, sagt der ehemalige Oberst.

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    Tags:
    Streit, Truppen, Manöver "Zapad 2017", NATO, Weißrussland, Russland
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