09:20 20 Oktober 2018
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    Das russische Außenministerium

    FBI-Verhör von Sputnik-Ex-Mitarbeiter unzulässig - Moskau zu Reaktion berechtigt

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Politik
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    Das Verhör des ehemaligen Mitarbeiters der russischen Nachrichtenagentur Sputnik, Andrew Feinberg, durch die US-Bundespolizei FBI ist laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, unzulässig. Moskau behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Obwohl sich Washington ihr zufolge als „Schützer der Redefreiheit“ etabliert, „sehen wir, was in Wirklichkeit vor sich geht“.

    „Das Verhör von Journalisten hinsichtlich ihrer Berufstätigkeit ist unzulässig“, sagte Sacharowa.

    „Der Druck der US-Behörden auf die russische Nachrichtenagentur ist ein offensichtlicher Verstoß gegen die internationalen Verpflichtungen im Bereich der Rede- und Pressefreiheit. Ein solch nicht motivierter Schritt ist für einen demokratischen Staat unannehmbar“, fügte Sacharowa hinzu.

    „Wir behalten uns das Recht vor, auf dieses anstößige Vorgehen der US-amerikanischen Seite zu antworten.“

    Zuvor hatten US-Medien berichtet, die US-Bundespolizei FBI habe den ehemaligen Mitarbeiter der russischen Nachrichtenagentur Sputnik, Andrew Feinberg, vernommen. Laut Yahoo News verschaffte sich das FBI zudem Zugriff auf einen dienstlichen Briefwechsel zwischen Feinberg und seinem ehemaligen Washingtoner Sputnik-Kollegen John Fionda. Das sei im Rahmen der Ermittlungen zu Berichten darüber geschehen, dass die Agentur angeblich als ein Mittel der russischen Propaganda diene und damit gegen die Richtlinien des Foreign Agents Registration Act (FARA) verstoße.

    Das FBI selbst hat bisher die offizielle Anfrage, ob die Behörde gegen die Agentur ermittelt, nicht beantwortet.   

    Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, steht die Vernehmung des ehemaligen Angestellten der Agentur Spuntik, Andrew Feinberg, im Widerspruch zu Meinungspluralismus und Pressefreiheit.

    Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan kritisierte scharf die mutmaßlichen Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI gegen diese russische Nachrichtenagentur und zeigte sich zuversichtlich, dass Russland derartige Maßnahmen gegen US-Journalisten unternehmen werde.

     

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    Tags:
    Gegenmaßnahmen, Verhör, Foreign Agents Registration Act FARA, Yahoo News, Außenministerium, Sputnik, FBI, Dmitri Peskow, John Fionda, Margarita Simonjan, Maria Sacharowa, Andrew Feinberg, USA, Russland