10:40 25 November 2017
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    Deir ez-Zor, Syrien (Archivbild)

    Uno sieht Anzeichen für Verbesserung der Lage in Syrien

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    Politik
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    In der Situation in Syrien sind Anzeichen einer Verbesserung zu beobachten, es müssen Bedingungen für die Rückkehr der Menschen zu ihrer Tätigkeit und zum Wiederaufbau des früheren Lebens geschaffen werden. Dies erklärte laut Medienberichten der Vize-Exekutivdirektor des Welternährungsprogrammes WFP der Vereinten Nationen, Amir Mahmoud Abdullah.

    „Sobald es in der Situation am Boden positive Veränderungen geben wird, erhalten wir einen größeren Zugang mit geringerem Aufwand. Über eine lange Zeit konnten wir der Bevölkerung mehrerer Gebiete Syriens, insbesondere in Deir ez-Zor, mittels recht teurer Fallschirmabwürfe Hilfe erweisen. Wenn es uns die Bedingungen, wie wir hoffen, bald erlauben werden, am Boden zu ihnen zu gelangen, so wird das die Lieferkosten verringern und ermöglichen, einer größeren Zahl von Menschen über einen längeren Zeitraum zu helfen“,  sagte Abdullah am Freitag in Rom bei der Präsentation des UN-Berichts über die Lebensmittelsicherheit und den Hunger in der Welt.

    Sollten die Verhandlungen zur Herstellung des Friedens führen und die Menschen in ihre Häuser zurückkehren können, sagte er ferner, so müsse die humanitäre Hilfe in eine Förderung der Bevölkerung hinüberwachsen, damit sie ihr Leben neu gestaltet, wieder landwirtschaftliche Kulturen anbaut oder irgendwie an der Wirtschaftstätigkeit teilnimmt.

     „Ja, es gibt frühe Anzeichen einer Verbesserung (der Lage in Syrien – Anm. d. Red.), und wir hoffen, dass dies anhält, doch man muss von Verhandlungen zur Situation am Boden übergehen, damit die Menschen sicher in ihre Häuser zurückkehren“, erwiderte der WFP-Vize-Exekutivdirektor auf eine Frage der Agentur RIA Novosti.

    In dem am Freitag in Rom vorgestellten Bericht von fünf humanitären Organisationen der UNO zum Stand der Lebensmittelsicherheit und der Ernährung in der Welt heißt es, dass durch den Bürgerkrieg in Syrien sechs Millionen Menschen ihre Häuser verlassen und Zuflucht in anderen Regionen des Landes gefunden hätten, weitere fünf Millionen – in anderen Ländern. Sieben Millionen Syrer sollen demnach unter fehlender Lebensmittelsicherheit leiden.

     „Das gibt Anlass für Optimismus, doch wir müssen uns davon überzeugen, dass die Menschen Dividenden vom Frieden bekommen, weil dieser Frieden unterstützt wird“, so Abdullah.

    In Deir ez-Zor hatte die syrische Armee am 5. September die mehr als dreijährige Blockade der Terrormiliz IS (auch Daesh) durchbrochen. Bis dahin erhielt die leidgeprüfte Bevölkerung Hilfsgüter, die die Regierung Syriens und  das russische Verteidigungsministerium auf dem Luftwege lieferten. Nun hat sich dem auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und Roten Halbmond angeschlossen.

    Parallel hierzu erstürmen die arabisch-kurdischen Trupps der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) den IS-Vorposten am Euphrat – die Stadt Rakka. Die Lieferungen von Hilfsgütern der Uno und des Welternährungsprogrammes WFP sind erschwert. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz schätzt die Lage der Menschen in Rakka als sehr schwierig ein.

    Im Juli hatte die Uno mitgeteilt, dass keine einzige Kolonne mit Hilfsgütern in die belagerten Gebiete habe gelangen können, so dass der Umfang der Hilfslieferungen in die eingekesselten syrischen Städte ein „kritisch niedriges“ Niveau erreicht habe. Im August sprach die Uno erneut von einem äußerst eingeschränkten Zugang zu Trinkwasser und Nahrungsmitteln für 25.000 Einwohner von Rakka.

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    Tags:
    Verbesserung, Uno, Deir ez-Zor, Syrien
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