13:16 12 Dezember 2017
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    Kaspersky Lab in Moskau (Archivbild)

    Kaspersky Lab reagiert auf Verbot seiner Software durch US-Senat

    © AP Photo/ Pavel Golovkin
    Politik
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    Die russische Cybersicherheitsfirma Kaspersky Lab hat auf das jüngste Verbot ihrer Software durch den US-Senat reagiert. Das Unternehmen bereitet eine Antwort vor, mit der es bei einer Anhörung vor dem US-Kongress auftreten wird. Das hat der Pressedienst am Dienstag in einem Interview für Sputnik gesagt.

    Kaspersky Lab ist demnach über die Entscheidung des US-Senats enttäuscht und hat erneut bestätigt, dass die russische Cybersicherheitsfirma keine politischen Verbindungen oder eine Affiliation zu irgendeiner Regierung habe. In der nächsten Zeit werde die Firma mit einer Antwort auf die von dem US-Ministerium vorgeschlagene Richtlinie auftreten.

    „Wir hoffen sehr, dass der US-Kongress die vorgelegten Informationen vor der Besprechung weiterer Schritte berücksichtigen wird“, so Kaspersky Lab.

    Das Unternehmen schätze die von der US-Regierung gegebene Möglichkeit hoch, falsche Beschuldigungen vor dem Kongress entkräften zu können.

    Am Montag hatte die Mehrheit der Senatoren für einen Gesetzentwurf über die Verwendung von Finanzmitteln für Verteidigungszwecke des Landes (Defense Authorization Act) abgestimmt.

    Laut einem Änderungsantrag zu diesem Dokument wurden Kaspersky-Produkte für alle Staatsbehörden der USA verboten, weil dies laut dem Senator der Demokratischen Partei Jeanne Shaheen  „eine echte Verletzbarkeit der nationalen Sicherheit“ beseitige, so Reuters.

    Zuvor war berichtet worden, dass der US-Kongress den Chef der russischen Computersicherheitsfirma Kaspersky Lab, Jewgeni Kaspersky, für die Abgabe von Aussagen in einer Anhörung vorgeladen hatte.

    Die entsprechenden Anhörungen werden im Kongress der Vereinigten Staaten am 27. September stattfinden. Das US-Ministerium für innere Sicherheit (United States Department of Homeland Security – DHS) hatte am 13. September mitgeteilt, dass alle Staatsbehörden der USA sich innerhalb von drei Monaten darauf vorbereiten sollen, Software-Produkte der russischen Cybersicherheitsfirma Kaspersky Lab aus ihrer Behörde zu entfernen.

    Grund für diesen Schritt sei „die enge Verbindung mit feindlichen russischen Aufklärungsinstitutionen“, die „der Hackangriffe auf die USA beschuldigt wurden“, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die US-Behörde General Services Administration (GSA) berichtete.

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    Tags:
    Software, Cybersicherheit, US-Kongress, US-Senat, Kaspersky Lab, Jewgeni Kaspersky, Russland, USA
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