06:37 17 Dezember 2018
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    President Recep Tayyip Erdogan (File)

    Erdogan kritisiert USA: Ankara bekommt keine Waffen, Terroristen in Syrien aber schon

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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Washington für den Verzicht, US-Waffen an seine Leibwächter zu verkaufen, kritisiert. Zugleich erinnerte er an die Waffenversorgung von kurdischen Volksverteidigungseinheiten in Syrien, die mit der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans in Verbindung stehen. Das berichtet der Sender NTV.

    „Wenn wir nicht in der Lage sind, diese Waffen von den USA zu kaufen, warum werden sie an Terroristen in Syrien kostenlos vergeben?“, fragte Erdogan bei seinem Besuch in den USA, wo er zur Teilnahme an der 72. Sitzung der UN-Generalsversammlung eintraf.

    Die Agentur AP hatte zuvor berichtet, dass der Verkauf von Hunderten halbautomatischen Pistolen, anderen Waffen sowie Munition des Herstellers Sig Sauer an Ankara im Wert von 1,2 Millionen Dollar vom US-Außenministerium gestoppt worden sei. Hintergrund sei das gewaltsame Vorgehen der Leibwächter des türkischen Staatschefs gegen amerikanische Demonstranten am Rande eines Washington-Besuchs von Erdogan im Mai. Der Videoaufnahme vor Ort des Vorfalls zufolge beobachtete Erdogan persönlich, wie seine Leibwächter Demonstranten verprügelten.

    ​19 Personen, darunter 15 türkische Sicherheitskräfte, wurden inzwischen angeklagt, weil sie friedliche Demonstranten angegriffen hatten.

    Ein Vertreter des US-Außenministeriums hat die Information über den Verkaufsstopp gegenüber der Agentur RIA Novosti allerdings nicht bestätigt.

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    Tags:
    Stopp, Demonstranten, Leibwächter, Besuch, Verkauf, Versorgung, Angriff, Terroristen, Waffen, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), UN-Vollversammlung, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, USA